Wegen schlechtem Wetter: Leere Biergärten sorgen für schlechte Bilanz

Würmtal - Frostige Temperaturen und reichlich Regen sorgen im Würmtal für leere Biergärten. Die Wirte beklagen Umsatzeinbußen von bis zu 25 Prozent

Die Tage, an denen in den Würmtaler Biergärten reges Treiben herrschte, lassen sich an einer Hand abzählen. Die meisten Gäste blieben aufgrund der schlechten Witterung fern. Bernhard Kursawe, Inhaber der Planegger Gaststätte „Zur Eiche“, glaubt nicht, dass er die Verluste wieder ausgleichen kann. „Was weg ist, ist weg“, erklärt Kursawe. Dennoch bleibt er gelassen. Es bewege sich alles noch in einem normalen Rahmen. Außerdem sei es die Ausnahme, dass ein Saisonauftakt buchstäblich ins Wasser fällt. Als Katastrophe empfinde er das schlechte Wetter jedenfalls nicht.

Im Forsthaus Kasten bei Neuried wartet man erst das Ende der Biergartensaison ab. „Abgerechnet wird am Schluss“, sagt Inhaberin Johanna Barsy. Doch schon jetzt registriert sie heftige Einbußen. So habe das Forsthaus Kasten nach Pfingsten 25 Prozent weniger Umsatz gemacht als noch im Vorjahr. „Die fehlenden Einnahmen werden wir mit Sicherheit nicht mehr aufholen“, sagt Barsy. Sie könne sich erinnern, dass das Wetter in manchen Jahren ähnlich schlecht war. So etwas sei zwar schade, aber eben nicht zu ändern. „Vielleicht wird der Herbst dafür besser.“

Auch in der Kraillinger Brauerei bleiben die Bierbänke unter den Kastanien leer. Inhaber Sabri Konxheli lässt sich davon nicht entmutigen, er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Vielleicht wird das Wetter ja im Laufe der Zeit besser.“ Trotz fehlender Einnahmen bleibt er zuversichtlich. „Bislang konnten wir jedes Jahr eventuelle Verluste ausgleichen“, betont Sabri Konxheli. Zumal er mit dem Umsatz, den er an den wenigen warmen Tagen gemacht hat, sehr zufrieden sei.

Antje Langemann vom Lochhamer Pschorrhof bezeichnet die bisherige Saison als „bescheiden“. Die überdachten Plätze seien zwar schon bei wenig Sonnenschein sofort besetzt. „Aber bei acht Grad setzt sich doch kein Mensch raus“, so Langemann. Vom Biergarten allein sei sie aufgrund der Gästezimmer nicht abhängig. „Es wäre allerdings optimal, wenn auch das Biergartengeschäft gut laufen würde“, sagt Antje Langemann. Sie hofft, dass sich die Sonne bald ein bisschen öfter zeigt. Nicht nur, damit sie ihre Gäste wieder im Biergarten bewirten kann. „Auch die gute Laune der Leute würde dann zurückkehren.“

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