Ein Zwei-Euro-Stück benötigt, wer wie Bürgermeister Heinrich Hofmann eine der sieben neuen Liegen nutzen will. foto: js

Wellenbad: Sanierung abgeschlossen

Planegg - Die Sanierung des Wellenbades ist abgeschlossen. Als letztes beendeten die Maler ihre Arbeit an den Sanitäranlagen.

Jetzt gehört das Bad wieder voll und ganz den Gästen, die in den vergangenen Wochen wegen der Maßnahme Einschränkungen hatten hinnehmen müssen. 60 000 Euro ließ sich die Gemeinde die Erneuerung kosten.

„Als ich ein Junge war, gab’s sogar ein Sprungbrett“, sagt Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann beim Besichtungstermin. Das sei heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Das Sprungbrett ist so ziemlich das Einzige, was dem Bad abgeht. Links und rechts vom Wasser wurden neue Holzterrassen angebracht, weil die alten verrottet waren. Auch sieben Liegen wurden angeschafft, die man sich für zwei Euro Pfand ausleihen kann. Wie bei Einkaufswagen bekommt man das Geld zurück, wenn man die Liegen am Ende wieder ordentlich aufeinander stapelt. „Die werden sehr gut angenommen. Wir überlegen, ob wir nächstes Jahr noch einen Satz anschaffen“, sagt Martina Dorn, im Planegger Bauamt zuständig für den Umbau des Bades.

Der Zugang zur Kneippanlage war zuletzt so zugewachsen, dass man sie leicht übersehen konnte. „Selbst manche Alteingesessenen wussten nicht, dass es sie gibt“, sagt Rathaussprecherin Bärbel Zeller. Nun wurden die Büsche entfernt. Im Augenblick hat die Würm allerdings zu wenig Wasser, um wirklich kneippen zu können.

Die Sanitäranlagen wurden komplett erneuert, die Dusche, bisher frei einsehbar, verfügt jetzt über einen Sichtschutz. Das Häuschen ist erstmals mit Licht ausgestattet. Ein Bewegungsmelder sorgt dafür, dass es angeht.

Die Tischtennisplatte steht schon länger, derzeit sucht man noch nach einem fest zu installierenden Netz. Eintritt kostet der Besuch des Wellenbades nicht. Das Tor ist rund um die Uhr geöffnet, ein Schild besagt jedoch, dass die letzten Besucher bis 22 Uhr gehen müssen. Daran hielten sich in diese heißen Sommer nicht alle. Bei der Gemeinde gingen Beschwerden von Nachbarn wegen nächtlichen Lärms ein. Überhaupt erfreute sich das Bad während der Hitzeperiode größter Beliebtheit, Bis zu 400 Besucher kamen an manchen Tagen, um sich im Würmwasser abzukühlen. Inzwischen geht es aufgrund der fortgeschrittenen Ferienzeit ruhiger zu. Die Terrassen und Liegewiesen sind dennoch gut besucht. Die Mitarbeiter des Bauhofs räumen jeden Morgen den Müll weg, reinigen die Sanitäranlagen und spritzen die Planken ab, um Hinterlassenschaften der Kanadagänse zu entfernen.

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