Reiseziel Ostafrika: Rupert Reithmeier startet am kommenden Sonntag nach Tansania. Foto: Dagmar Rutt

"Weltwärts": Rupert Reithmeier steht afrikanischen Schülern zur Seite

Planegg - Der Planegger Rupert Reithmeier (28) geht für den Freiwilligendienst "Weltwärts" auf Reisen: Er hilft Schulkindern in Tansania.

Die achtmonatige Reise mit seiner Freundin durch Neuseeland und Südostasien machte Rupert Reithmeier Lust auf mehr: Kaum zurück in Planegg, bewarb er sich um die Teilnahme an einem Hilfsprojekt in Tansania - und wurde genommen. Am 15. August verlässt der 28-Jährige seine Heimat, lernt Suaheli und widmet sich den Schülern einer diözesanen Sekundarschule in Rulenge.

„Ich will die Leute und die Kultur kennen lernen“, sagt Rupert Reithmeier. Dem Absolventen des Feodor-Lynen-Gymnasiums und Diplom-Sportwissenschaftler liegt viel daran, den Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt zu helfen. „Ich möchte ihnen etwas aus meiner Kultur zeigen. Austausch und Verständigung zwischen Afrika und Deutschland sind mir wichtig.“ Was ihn fernab von Industrie und Gewerbe in Rulenge, einem Dorf im Nordwesten Tansanias, konkret erwartet, weiß er noch nicht. Fest steht: „Ich werde im Unterricht in Englisch, Mathe und Naturwissenschaften mithelfen und Freizeitaktivitäten planen.“

Damit Rupert Reithmeier nicht völlig unvorbereitet in Afrika eintrifft, ermöglichte ihm seine Entsendeorganisation BDKJ (Bund der Katholischen Jugend) ein Vorbereitungsseminar. An insgesamt 13 Tagen befasste sich der gebürtige Planegger mit Themen wie Armut, Entwicklungspolitik und Sicherheit. Er erfuhr von Krankheiten wie Malaria, die jährlich 60 000 Tansanier in den Tod reißt, von der niedrigen Lebenserwartung und hohen Säuglingssterblichkeit. Doch selbst Warnungen über harte Lebensbedingungen schrecken Rupert Reithmeier nicht ab. „Die Seminare haben mich darin bestärkt, dass ich das machen will“, betont er. „Ich war mir vorher schon bewusst, dass es Gefahren gibt.“ All seine Stärken möchte der 28-Jährige in das Projekt von "Weltwärts", einem Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, einbringen: Als gelassener, anpassungsfähiger und sportbegeisterter Mensch kann er gut auf Fremde zugehen. „Ich hoffe, dass es eine tolle Erfahrung mit vielen schönen Erlebnissen wird.“

Auch für den Berufsweg verspricht sich Rupert Reithmeier wichtige Erkenntnisse. „Ich will mit Kindern und Jugendlichen arbeiten“, lässt er wissen und nennt das Stichwort „Erlebnispädagogik“. Erfahrungen in der Jugendarbeit hat er bereits unter anderem in der Katholischen Jugend der Planegger Pfarrei St. Elisabeth gesammelt. Was er in den nächsten zwölf Monaten erlebt - darüber will der 28-Jährige die Merkur-Leser auf dem Laufenden halten. Außerdem veröffentlicht er Berichte im Internet auf www.rupertanzania.wordpress.com.

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