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Zu wenig Platz: Waldkinder brauchen neuen Bauwagen

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Die Waldkinder sind mit ihren Betreuerinnen (hinten v.l.: Ramona Marx, Ulrike Kirchner und Jacqueline Egerer) vor allem 


im Freien unterwegs. Zum Aufwärmen und für gewisse Lernübungen geht es aber in den Bauwagen. Doch der hat inzwischen Mängel und bietet zu wenig Platz.  Foto: privat
Die Waldkinder sind mit ihren Betreuerinnen (hinten v.l.: Ramona Marx, Ulrike Kirchner und Jacqueline Egerer) vor allem im Freien unterwegs. Zum Aufwärmen und für gewisse Lernübungen geht es aber in den Bauwagen. Doch der hat inzwischen Mängel und bietet zu wenig Platz. Foto: privat

Neuried - Neurieds Waldkindergarten erfreut sich großer Belliebtheit. Doch das Domizil, ein Bauwagen, hat inzwischen Mängel und bietet zu wenig Platz. Ersatz ist teuer: 38 000 Euro.

Ramona Marx liebt ihren Beruf. Bei jedem Wetter ist die Leiterin des Wald-Kreativ-Kindergarten in Neuried mit ihren kleinen Schützlingen im Freien unterwegs. Zum Aufwärmen und zu verschiedenen Lernübungen halten sich Erzieher und Kinder allerdings in einem Bauwagen auf. Das liebevoll von Marx renovierte Stück stammt aus dem Jahr 1965 und wurde einst von der Firma Glück ausrangiert. Nach dieser langen Zeit weist der Wagen Mängel auf - ein Ersatz soll her.

Größer soll der neue Bauwagen sein und auch Platz für eine Wickelkommode für die kleinsten Waldkinder bieten. Ein entsprechender Bauantrag für einen größeren Wagen wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bewilligt. Der alte Wagen nimmt derzeit rund sechs Quadratmeter ein. Doch an ihm nagt der Zahn der Zeit: „Nun beginnen leider auch die Fenster zu faulen“, stellt die Leiterin des Waldkindergartens fest. Außerdem ist der Bauwagen für die mittlerweile 34 Kinder eindeutig zu eng. „Wir bereiten die Kinder ja auch auf die Schule vor“, so Marx. Ganz im Sinne des Bildungs- und Erziehungsplans. Ein Mal in der Woche kommt auch eine Musikerin, die die Kinder mit verschiedenen Instrumenten vertraut macht.

„Wir verlegen schon viele Übungen ins Freie“, so Marx, die den Wald-Kreativ-Kindergarten seit fünf Jahren leitet. Doch bei einer großen Kinderschar fallen auch immer mehr Bastel- und Lernmaterialien an, die verstaut werden müssen. „Hinzu kommt, dass wir seit vergangenem Jahr auch Krippenkinder aufnehmen dürfen.“ Die benötigen eine Wickelkommode, die ebenfalls im Bauwagen untergebracht werden will. Das neue Exemplar, dass alle Wünsche erfüllt, würde allerdings mit rund 38 000 Euro zu Buche schlagen, weiß Marx. Eine Summe, die die private Kinderbetreuung nicht allein stemmen kann. „Ich habe einen entsprechenden Zuschussantrag an die Regierung von Oberbayern gestellt“, so die Leiterin. Doch bisher gab es noch keine Zusage.

Auch im Neurieder Rathaus hat man bisher keine positive Nachricht für die Kinder des Waldkindergartens. „Der Antrag wurde von uns im Oktober bei der Regierung von Oberbayern eingereicht“, berichtet Bürgermeisterin Ilse Weiß. Ob dort grünes Licht für einen Zuschuss gegeben wird, kann sie jedoch nicht beurteilen. Dass die Gemeinde im Falle einer Ablehnung des Antrags finanziell einspringen würde, will die Rathauschefin nicht kategorisch ausschließen: „Darüber müsste man zu gegebenem Zeitpunkt einfach mal sprechen.“

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