Wenn der Wiesn-Gast ins Bett bieselt

Würmtal - Viele Wiesn-Besucher wohnen während der zweiwöchigen Festzeit in Würmtaler Hotels. Da kommt es schon mal zu dem ein oder anderen Zwischenfall, wenn ein Gast zu tief ins Glas geschaut hat. 

Insbesondere Unternehmen aus Deutschland entscheiden sich häufig für Gasthäuser im Würmtal. „Die meisten Buchungen haben wir unter der Woche, das sind dann eher Geschäftsleute“, sagt Andreas Weißenfeld, Inhaber des Würmtaler Gästehauses in Gräfelfing. Dort sind viele Unternehmen, die auf der Wiesn ihre Betriebsfeste feiern, längst Stammgäste. „Wir haben schon seit Jahren gleichbleibend viele Anfragen“, so Weißenfeld.

Die meisten Besucher buchen die Zimmer schon etliche Wochen vor Beginn des Oktoberfests. Spontane Anfragen kommen meist von Italienern, die neben Deutschen den Großteil der Gäste stellen. „Zirka 85 Prozent sind deutschsprachig. Der Rest kommt aus anderen europäischen Ländern, vereinzelt auch aus den USA“, sagt Holger Leiser, Besitzer des Planegger Parkhotels Leiser.

Gerade weil so viele Firmen einchecken, die das Oktoberfest eher der Geselligkeit wegen besuchen, gibt es vergleichsweise wenig Unannehmlichkeiten für die Hotelmitarbeiter. „Wir haben immer ein bisschen mehr zu tun, aber das ist normal“, erklärt Pietro Bianco vom Hotel „La Terrazza“ in Planegg. Natürlich gibt es auch Einzelfälle. So kann es schon einmal vorkommen, dass Wiesn-Besucher zu tief ins Glas schauen und den Hotelschlüssel verlieren, oder gar im Bett liegend ihrem Harndrang nachgeben. „Wir haben erhöhte Alarmbereitschaft“, sagt auch Günter Asemann, Inhaber des Planegger Hotels Asemann.

Klaus Wickel, Inhaber der Pension Elisabeth in Planegg, weist aber darauf hin, dass nicht jeder Besucher, der im Würmtal absteigt, des Alkohols wegen das Oktoberfest besucht: „Der eine säuft ein Bier, der andere ein Spezi.“ Im Falle gravierender Ausfälligkeiten von Seiten der Gäste greift er jedoch hart durch und setzt die Schuldigen notfalls vor die Tür.

Überraschend positive Resonanzen der Besucher bekamen viele Hotels zum letztjährig eingeführten Rauchverbot. Die wenigen Raucher, welche sich auf dem Zimmer eine Zigarette anzünden, werden abgemahnt.

Da die Wiesn-Zeit in den Unterkünften in die Hauptsaison fällt, sind natürlich die Zimmerpreise erhöht. Auch die längere und eventuell intensivere Arbeit des Personals wirkt sich auf den Zuschlag aus, der von Hotel zu Hotel zwischen zehn und 30 Prozent schwankt. „Der Markt macht den Preis“, fasst Asemann die Preissituation zusammen.

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