Wiedergutmachung für die "Schmach von Puchheim"

- TSV Gräfelfing empfängt den ESV München

VON TILMANN MEHL Gräfelfing - Einen Vorteil hat die 0:6-Niederlage der Vorwoche für den Gräfelfinger Spielertrainer Stefan Behr: Er muss seine Mannschaft nicht zusätzlich für die Partie gegen den ESV München am Sonntag motivieren (14.30 Uhr, Hubert-Reißner-Straße). "Jeder will die Schmach von Puchheim vergessen machen" meint Behr.

Er selbst wäre auch gern auf dem Platz, kann und darf allerdings nicht. Kann nicht, weil er sich in Puchheim eine Quetschung des Knorpels im Knie zugezogen hat. Darf nicht, weil er unmittelbar darauf die rote Karte gezeigt bekam. Beides hängt zusammen: "Das Spiel war gerade unterbrochen, da läuft einer auf mich zu und tritt mit voll gegen das Knie", erzählt Behr. Als er im Augenwinkel sah, dass der Gegenspieler nur die gelbe Karte bekam, ging sein Temperament mit ihm durch. "Ich habe erst danach erfahren, dass mir der Schiedsrichter, während ich hinausgetragen wurde, die rote Karte gezeigt hat." Immerhin fallen Verletzung und Sperrung zusammen. Trotz seines Fehlens glaubt der Coach, "gegen den ESV eine schlagkräftige Truppe" aufbieten zu können.

Zwar ist auch der Einsatz von Arend von Stryk gefährdet, doch dafür kann der Trainer diesmal auf ein Jugendtrio zurückgreifen.

Benjamin Seidel, Daniel Kuranovic und Christian Krauss stehen vor ihrer ersten Bewährungsprobe im Seniorenbereich. Behr hat noch nicht entschieden, "ob einer von denen von Anfang an spielt, aber sie werden sicher in den nächsten zwei Spielen die ein oder andere Chance kriegen".

Das ist ein echter Vertrauensbeweis, bezeichnet Behr die kommenden Partien doch als "die schwersten der ganzen Saison". Die scheinbar leichten Spiele gegen den Tabellendritt- und -vorletzten könnten nämlich schon "im Vorhinein abgehakt werden". Auch deshalb wünscht sich Behr "am besten ein frühes Tor, damit ich dann außen ein bisschen ruhiger werden kann". Für des Trainers Beruhigung könnte unter anderem Nenad Manojlovic sorgen. Nachdem er in Puchheim früh den mit gelb-roter Karte vom Platz verwiesenen Torwart Sebastian Kolbeck vertreten musste, darf er diesmal wieder im Sturmzentrum ran.

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