Gepflügter Acker am Planegger Ortsrand: Wo bisher Brachland war, baut ein Landwirt nun Getreide und Raps an. Foto: rutt

Aus Wiesen wird Ackerland

Würmtal - Wo bis vor kurzem Wiesen zu Spaziergängen einluden, erstreckt sich weitläufiges Ackerland: Rings um Planegg setzt Baron Hirsch auf landwirtschaftliche Nutzung seiner Flächen.

Damit möchte Hubert Freiherr von Hirsch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Bärenklau-Plage soll beseitigt, ein Beitrag gegen die weltweite Nahrungsmittelknappheit geleistet und die landwirtschaftliche Produktion vor Ort gefördert werden.

„Bis Anfang der 70er Jahre haben wir selbst eine Landwirtschaft betrieben“, betont Hubert Freiherr von Hirsch. „Danach haben wir die Flächen ruhen lassen.“ Da sich in den vergangenen Jahren herausgestellt habe, dass es weltweit großen Bedarf an Lebensmitteln gibt, sah er sich zum Handeln veranlasst. „Wir haben unsere Felder verpachtet“, teilt der Baron mit. Er sei erleichtert, dass er einen erfahrenen Landwirt aus der Fürstenfeldbrucker Gegend gefunden habe, der sich um das Gelände kümmert.

Auf den Flächen, zu denen unter anderem der Bereich vom Friedhof bis zum Fürstenrieder Wald zwischen Münchner und Fürstenrieder Straße gehört, ist eine Bewirtschaftung mit Fruchtwechsel vorgesehen. „Hier können Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Raps und Mais abwechselnd angebaut werden“, sagt der Eigentümer. „Es liegt in der Hand des Pächters, wie er die Dreifelderwirtschaft betreibt.“

Zwar dürfte damit das Problem Riesenbärenklau, der immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung provoziert hatte, beseitigt sein, doch rechnet Freiherr von Hirsch mit Interessensüberschneidungen. „Die Interessen der Landbevölkerung und der Städter, zu denen ich die Planegger, Neurieder und Gräfelfinger zähle, gehen weit auseinander“, erklärt er. „Die Städter wollen sich erholen, wollen weite Flächen haben und nicht durch Ackerfurchen und bestellte Felder, die man nicht betreten kann, behindert werden.“ Für diese Denkweise habe er Verständnis. „Die Landbevölkerung dagegen hat das Interesse, Lebensmittel herzustellen. Es muss gesät und geerntet werden.“ Für Fußgänger mit Hunden, Radfahrer sowie Zirkusse, die oft an der Fürstenrieder Straße gastierten, gebe es in der Umgebung Alternativen.

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