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Barbara Gutmann, die Vorsitzende der Bürgerinitiative Martinsried, soll aus der CSU ausgeschlossen werden.

CSU will Gutmann aus der Partei werfen

Der CSU-Kreisverband will Barbara Gutmann aus der Partei werfen. Sie hatte im Bürgermeisterwahlkampf den SPD-Kandidaten empfohlen.

Barbara Gutmann soll die Mitgliedschaft in der Christlich Sozialen Union entzogen werden – zumindest ist dies das Ziel der Planegger CSU. Ein bereits vor über einem Jahr eingeleitetes Parteiordnungsverfahren, die Grundlage für einen Ausschluss aus der Partei, soll heuer abgeschlossen werden. „Das kann bis Ende September dauern“, sagte CSU-Kreisvorsitzender Ernst Weidenbusch am Mittwoch im Merkur-Gespräch. Der Landtagsabgeordnete und der gesamte Kreisvorstand haben dem Antrag der Planegger CSU, ein Verfahren gegen Gutmann einzuleiten, kürzlich zugestimmt.

Demnächst wird Gutmann, die einmal Vorsitzende der Frauen-Union Planegg war, sich vor einem Schiedsgericht der Partei verantworten müssen. Dieses Schiedsgericht wird entscheiden, ob Gutmann aus der Partei fliegt.

Den Entschluss, ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Rauswurfs einzuleiten, fasste der Vorstand der Planegger CSU bereits im Dezember 2013 – einstimmig. Zu diesem Zeitpunkt begann gerade der Wahlkampf für die Kommunalwahl im März 2014. In Anzeigen und Flugblättern hatte Gutmann, die auch Vorsitzende der Bürgerinitiative Martinsried ist, den CSU-Bürgermeisterkandidaten Hermann Nafziger wiederholt attackiert, meist in Zusammenhang mit dem Bau einer Umgehungsstraße entlang Martinsrieds.

Einige dieser Flugblätter und Anzeigen ließ die Planegger CSU dem Justiziar der CSU-Landesleitung zukommen mit der Bitte um Prüfung. „Die Antwort lautete, dass ein Parteiausschluss möglich ist angesichts der ständigen Angriffe unter der Gürtellinie“, sagte Nafziger im Merkur-Gespräch. Auch der Kreisvorstand war einverstanden, Gutmann aus der CSU auszuschließen.

Doch Nafziger gab vorerst kein grünes Licht und wollte Gutmann noch eine Chance geben. „Wenn sie jetzt im Wahlkampf im Dezember Ruhe gegeben hätte, wäre es wahrscheinlich nicht so weit gekommen“, sagt der CSU-Vorsitzende. Doch Gutmann wetterte in gewohnter Manier gegen den CSU-Chef und empfahl gleichzeitig den SPD-Kandidaten Heinrich Hofmann – aus Sicht Nafzigers war dies ausschlaggebend für seine Wahlniederlage. Als Gutmann noch Gruppe 21-Kandidatin Anneliese Bradel vorwarf, den Verein Miteinander zu missbrauchen, war für Nafziger das Fass übergelaufen.

„Die Art und Weise, wie diese Frau Menschen angreift, passt nicht zur CSU. Wir wollen mit so einer Person nichts zu tun haben und uns klar distanzieren“, sagt Nafziger. „Gutmann hat der Partei geschadet, es war eine Sauerei, was sie gemacht hat.“ Deshalb habe er Kreisvorsitzenden Weidenbusch gebeten, das Ausschlussverfahren vor dem Schiedsgericht einzuleiten, so der Planegger CSU-Chef. Das Schiedsgericht wird sich jetzt dem Fall annehmen und Gutmann um Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten.

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