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Die Ostflanke des Jahnplatzes (Foto re.) möchte die CSU mit einem Geschossbau entlang des Bahndamms schließen, bevor die Oberflächen-Platzgestaltung beginnt.

Neue CSU-Anträge zum Jahnplatz

"Geschossbau und Tiefgarage"

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Gräfelfing - Alles zurück auf Los am Jahnplatz? Mit zwei Anträgen im Gemeinderat fährt die CSU den Plänen von Bürgermeisterin Uta Wüst in die Parade.

Während die Bürgermeisterin sich über das „Störfeuer wundert“, wollen die Antragsteller von der CSU am Jahnplatz „nicht den letzten Schritt vor dem ersten machen“. 

Bürgermeisterin Uta Wüst möchte am Jahnplatz endlich Sichtbares schaffen – unbedingt. Nachdem sich der Gemeinderat auf einer Klausurtagung vor zwei Jahren mit etwas Mühe mehrheitlich auf einen Rahmenplan geeinigt hatte, machte der Eigentümer der berühmtesten Baugrube im Würmtal den Plänen einen Strich durch die Rechnung – durch schiere Passivität: Günter Weyh, dem die Grundstücke von Tengelmann und ehemaliger Post gehören, verweigert bis heute einen Baubeginn. Schließlich riss Uta Wüst der Geduldsfaden: Sie beauftragte die Architekten Molenaar mit einer reinen Platz-Überplanung – ohne neue Gebäude. Weder auf den Weyh-Grundstücken, noch auf dem Grundstück im Osten des Platzes, entlang der Bahn, das der Gemeinde gehört und ursprünglich ebenfalls bebaut werden sollte. Diese reine Platzgestaltung sollen die Fraktionen derzeit intern diskutieren.

Was die CSU-Fraktion davon hält, liegt nun schwarz auf weiß auf dem Tisch, nämlich: nichts. Gemeinderat Walter Frank und Fraktionschef Peter Köstler unterzeichneten einen Antrag, auf dem gemeindlichen Grundstück am Ostrand des Platzes Geschosswohnungsbau mit einer Ladenzeile im Ergeschoss zu errichten.

Zur Begründung schreiben die Antragsteller, es dürfe nicht mit der Platzgestaltung „der letzte Schritt in der Bauabfolge vor dem ersten stehen“. Und weiter: „Um weiterer Verödung und Verlust der Kaufkraft am Jahnplatz, der Seele Lochhams, entgegenzutreten, bedarf es einer Konzentration von Fachgeschäften, welche im fußläufigen Einkaufsbereich, mit erweiterter Handelslage im Osten, zu realisieren ist.“ Das Kaufkraftpotenzial sei vorhanden. Das Baugrundstück im Osten dürfe nicht „für ein paar Parkplätze vergeudet werden“. Der Jahnplatz solle sich zu einem „anspruchsvollen, geschlossenen, eigenstädigen Zentrum“ entwickeln, wie schon der Architektenwettbewerb es vorsah.

Außerdem legten Walter Frank und Fraktionskollegin Marion Appelmann einen Antrag vor, unter dem Jahnplatz doch eine gemeindliche Tiefgarage zu bauen – gekoppelt an die von Weyh benötigte Tiefgarage. Beide Anträge unterstützen Bürger mit rund 150 Unterschriften.

Bürgermeisterin Uta Wüst zeigte sich wenig erbaut von dem „Störfeuer“. Sie wundere sich umso mehr, als die CSU das Votum gegen eine Tiefgarage mitgetragen habe, sagte sie auf Merkur-Anfrage. Und, so Wüst: „Das Entwicklungspotenzial auf dem gemeindliche Grundstück besteht, doch ist es für den primären Bedarf, den Lebensmitteldiscounter unterzubringen, nicht geeignet. Und Bäcker und Metzger haben wir bereits.“

Die CSU-Anträge will Wüst „wahrscheinlich im Oktober“ behandeln lassen – Ende offen. Uta Wüst vieldeutig: „Ich begrüße alles Sinnvolle, um das Subzentrum Jahnplatz zu stärken.“

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