Warten auf den Winter: Auf dem Bauhof in Neuried ist man auf die eisige Zeit vorbereitet. foto: sauer

Der Winter kann kommen

Würmtal - Die Gemeinden im Würmtal haben ihre Streusalzvorräte aufgefüllt. Im Falle von Eis und Schnee sind sie gut gerüstet.

Wenn bei Bernd Schneider aus Neuried morgens um halb vier der Wecker klingelt, wirft er derzeit als erstes einen Blick aus dem Fenster und aufs Thermometer. Bei Schnee und Minusgraden ist er als Leiter des Bauhofs dafür verantwortlich, dass in der Gemeinde Neuried die Straße sicher sind.

Bisher hatten Schneider und seine Kollegen wenig Stress durch glatte Straßen. Das kann sich sehr schnell ändern. Streugut ist aber genug vorhanden. „Rund 75 Tonnen haben wir vorrätig“, sagt der Bauhofleiter. Doch die bringen die Gemeinde nicht über den Winter. „ Letztes Jahr haben wir etwa 150 Tonnen Salz verbraucht.“ Die benötigten Mengen bestellt Schneider dann umgehend nach. Auf Split greifen die Mitarbeiter des Bauhofs selten zurück. „Selbst wenn man Split streut, ist es unten drunter ja trotzdem glatt.“ Salz eignet sich daher besser, um für befahrbare Straßen zu sorgen.

Auch die anderen drei Würmtal-Gemeinden sind auf den Winter gut vorbereitet. Der Bauhof der Gemeinde Gräfelfing verfügt über ein so großes Salzlager, dass der durchschnittliche Verbrauch von 450 Tonnen dort komplett gelagert werden kann. Lästiges Nachbestellen entfällt. Eine Sorge weniger für Rudolf Lenz und seine Leute. Der stellvertretende Betriebshofleiter ist auch morgens der Erste, der die Wetterlage prüft und dann handelt. In diesem Jahr ging es schon im Herbst los: „Beim kurzzeitigen Wintereinbruch Ende Oktober haben wir Hauptstraßen und Busspuren gestreut“, sagt Lenz. Dabei achten die Mitarbeiter darauf, sparsam mit dem Streusalz umzugehen. Lenz: „Beim Wallfahrerweg wird beispielsweise nur Split gestreut, um den angrenzenden Wald nicht übermäßig zu belasten.“

Eine geringe Belastung der Umwelt durch Streusalz ist auch in Planegg ein Thema. Deshalb rät Betriebshofleiter Manfred Wolf den privaten Haushalten, Salz seltener zu benutzen, und an vielen Stellen auf Split auszuweichen. Auf den Straßen Planeggs kann Wolf aber nicht auf die Wirkung der kleinen Steine zurückgreifen. „Dort, wo Verkehr fließt, müssen wir salzen.“ 280 Tonnen lagern derzeit am Bauhof. Beschafft wurde das Streugut bereits im April. „Im Durchschnitt verbrauchen wir für Planegg rund 400 Tonnen von November bis März“, sagt Wolf.

Eine ähnliche Menge wird während der eisigen Zeit auch auf Kraillings Straßen verteilt. Das Salz lagert aber nicht komplett auf dem Bauhof: „Eine Spedition übernimmt die Lagerung für uns, und ich kann innerhalb von 24 Stunden Nachschub ordern“, sagt Josef Huber. So können Huber und seine Kollegen jederzeit für freie Straßen in Krailling sorgen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erhebende Premiere in Maria Eich
Zum ersten Mal hat es jetzt bei der Wallfahrtskapelle Maria Eich eine Diakon-Weihe gegeben. Diese finden ansonsten im Münchner Liebfrauendom statt. Die Besucher erlebten …
Erhebende Premiere in Maria Eich
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
2,8 Kilometer Schienen werden erneuert, 2000 Holzschwellen ersetzt: Die Arbeiten am Bahngleis, das das Kraillinger Tanklager mit Freiham verbindet, sind in vollem Gange. …
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Der Dauer- und stellenweise Starkregen seit Sonntagabend hat zwar zu kleineren Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt, viel passiert ist zum Glück aber nicht.
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Hundehalter fordern Zaun an der A 96
Hundebesitzer haben eine Petition gestartet. Sie fordern einen Zaun zwischen dem Gräfelfinger Paul-Diehl-Park und der Autobahn. Die zuständigen Stellen finden das …
Hundehalter fordern Zaun an der A 96

Kommentare