Verstöße gegen die Maskenpflicht

Polizeichef: „Wir zeigen jetzt konsequent an“

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Die Polizei greift durch, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Wer aneckt, weil er keine Maske tragen will, muss teuer bezahlen. Die Zeit der Belehrung ist im Würmtal vorbei.

Würmtal – Polizisten tragen selbstverständlich Maske. Die meisten Menschen im Würmtal halten sich an die neue Pflicht. Doch es gibt Leute, die lehnen es ab, sich an die Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu halten. Das hat Folgen. Der Leiter der Planegger Polizeiinspektion, Thomas Sorgalla, berichtet, dass im Würmtal täglich drei bis fünf solcher Verstöße zur Anzeige gebracht werden. „Die Zeit des Belehrens ist vorbei. Wir zeigen jetzt konsequent an.“ So langsam sollte jeder die neuen Regeln zur Eindämmung der Pandemie verstanden haben, meint er.

Kassen der Landratsämer klingeln

Das harte Durchgreifen der Polizei bringt die Kassen der Landratsämter zum Klingeln. Denn wer seine Maske nicht trägt, muss damit rechnen, dass er als Strafe 250 Euro bezahlen muss. Wer die Nase freilässt, muss 55 Euro bezahlen und Zusammenkünfte von mehr als den erlaubten zwei Haushalten kosten 250 Euro. Der Veranstalter einer Party müsse mit einer Strafe in Höhe von bis zu 5000 Euro rechnen, so Sorgalla. Die eine oder andere Feier im Freien habe es im Würmtal auch schon gegeben. Eine Party, wie sie in einem Gebäude der Gautinger Asklepios-Klinik gefeiert wurde, habe in seinem Dienststellenbereich aber noch nicht stattgefunden. Sorgalla macht deutlich: „Für so etwas habe ich kein Verständnis. So etwas ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Gesetzeslage ständig studieren

Die Arbeit der Polizei hat sich seit Beginn der Pandemie verändert. Jeder Anruf wegen Ruhestörung kann nun bedeuten, dass eine illegale Party gefeiert wird. Außerdem ändert sich ständig die Gesetzeslage. „Es ist immer ein intensives Studium der neuen Verordnung“, sagt Sorgalla. Dazu müsse immer geklärt werden, wie offensiv die Beamten vorgehen sollen. Aber: „Mittlerweile haben wir eine gewisse Routine.“

Streifenpolizisten sind fit

Für Polizisten gelten die selben Regeln wie für andere Menschen auch. Daher gilt auch für sie die Maskenpflicht – in Fahrzeugen und im Dienstgebäude. „Ich habe das Glück, dass ich alleine in einem Büro sitze“, sagt der Inspektionsleiter. Dadurch dürfe er in seinem Zimmer auf eine Maske verzichten. Auf Streife und auf Verbrecherjagd können die Beamten dies nicht. „Da kann es sein, dass man auch mal mit FFP-2-Maske hinter jemandem herlaufen muss.“ Doch Sorgalla meint: „Die Fitness der Kollegen, die Streife fahren, ist in einem vorzeigbaren Zustand.“ Und weil die Polizei eine Vorbildfunktion habe, sei es selbstverständlich, dass die Beamten mit Maske unterwegs seien. Die Menschen im Würmtal, die sich nicht an die Corona-Regeln halten, sind übrigens nicht einer bestimmten Gruppe zuzuordnen, berichtet der Inspektionsleiter. „Es sind nicht die bösen Jugendlichen.“ Und es sei keineswegs die Mehrheit der Würmtaler.

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