156 Wohnungen für Studenten

Martinsried - Für Studenten wird in Martinsried neuer Wohnraum geschaffen: Insgesamt 156 Wohnungen sollen entstehen.

Martinsried - Der Altersdurchschnitt in Martinsried wird bald spürbar sinken - zumindest im optischen Erscheinungsbild. Der Planegger Bauausschuss hat am Donnerstag dem Neubau von 156 Wohnungen in drei Wohnblocks für Studenten zugestimmt. Zwei Studentenheime werden an der Lochhamer Straße 6 neu errichtet, die bestehenden Häuser dafür abgerissen. Zusätzlich hat der Investor das so genannte Kühlhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße 2 erworben. Dieses wird bis auf die Rohbaustruktur rückgebaut und studentengerecht umgestaltet.

Die Studentenheime fügen sich mit drei Vollgeschossen und einer Firsthöhe von 14 Metern in die Umgebung ein. In den Neubauten sind 96 Betten vorgesehen, die übrigen 60 im Kühlhaus. Den Studierenden stehen künftig 60 Parkplätze zur Verfügung, 38 davon in zwei Tiefgaragen. Zudem sind 130 Fahrradstellplätze geplant.

Hätte das Rathaus den normalen Pkw-Stellplatzschlüssel angesetzt, hätte der Bauherr pro Bett einen Parkplatz nachweisen müssen, also 156. Da davon ausgegangen werden kann, dass nur ein kleiner Anteil der Bewohner über ein Auto verfügt, stimmte das Landratsamt einer Mischkalkulation zu. So gilt für die neuen Baukörper an der Lochhamer Straße der „studentische“ Stellplatzschlüssel, für das umgebaute Kühlhaus wird ein höherer Schlüssel angesetzt. So ist das Verhältnis zwischen Stellplatz und Bewohner im umgebauten Haus 1:2, in den neuen Blocks nur 1:5. So steht circa jedem dritten Studenten ein Parkplatz zur Verfügung.

Kritik an der Planung kam von Herbert Stepp. Ihm erschienen die 130 Fahrradstellplätze für 156 Bewohner als zu niedrig kalkuliert. „Jeder Student hat mindestens ein Fahrrad, wenn nicht zwei.“ Außerdem bemäkelte der Gruppe 21-Gemeinderat die Gestaltung der Blocks. „Das kommt mir vor wie in einem Legehennen-Betrieb.“

Fritz Haugg (FDP) brach eine Lanze für die neuen Studentenheime. Sie könnten das Zusammenwachsen zwischen Campus und Ort befördern, betonte der Liberale. Da die Universität fußläufig zu erreichen sei, rechne er nicht mit Schwierigkeiten bezüglich der Stellplätze, sagte Haugg. Der Ausschuss billigte letztlich den Bauantrag, einzig Herbert Stepp votierte dagegen.

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