Messungen geben grünes Licht fürs Baden

Würm-Sauberkeit ein klarer Fall

Die Wasserqualität der Würm ist einwandfrei. Das haben die Messungen des Landratsamtes Starnberg jetzt ergeben. Einer kleinen Abkühlung steht nichts im Wege.

Würmtal – Bei den derzeitigen Temperaturen üben die Badeplätze entlang der Würm eine magische Anziehungskraft aus. Dass man sich guten Gewissens im kühlen Nass erfrischen kann, belegen die aktuellen Zahlen zur Wasserqualität. An acht Messpunkten hat das Landratsamt Starnberg die Werte überprüfen lassen. „Die Ergebnisse sind alle im grünen Bereich“, so Pressesprecher Stefan Diebl.

Dass die Werte für Escherichia coli und Intestinale Enterokokken mitunter schwanken, sei völlig normal. So weisen allein die beiden Messstellen im Kraillinger Bergerweiher im Vergleich zum Vorjahr enorme Unterschiede auf. Die Anzahl der Enterokokken, die am Holzsteg gemessen wurden, lag im Juni vergangenen Jahres noch bei 122 (pro 100 Milliliter). Im Juni dieses Jahres ist die Konzentration auf 330 angestiegen. Im Gegensatz dazu sind die Kolibakterien im Bereich der Treppe stark gesunken (von 954 auf 134).

„Man darf nicht vergessen, dass die Würm ein Fließgewässer ist“, so Diebl. Auch starker Regen könne Schwankungen auslösen. Steigt der Pegel der Bachzuläufe dadurch an, sind Abschwemmungen im Uferbereich möglich, welche das Wasser kurzzeitig verschmutzen können. Auch die Hinterlassenschaften von Gänsen und anderen Tieren können für Verunreinigungen sorgen. „Unsere Messungen sind immer nur Momentaufnahmen“, erklärt der Pressesprecher des Landratsamtes Starnberg; starke Schwankungen seien da normal.

Ausschlaggebend sei vielmehr die Regelmäßigkeit der Kontrollen. Den gesamten Sommer überprüfen Experten die Wasserqualität, jeweils im Abstand von vier Wochen. Und das, obwohl die Würm streng genommen gar kein Badegewässer ist. „Weil wir wissen, wie gern sich die Leute dort abkühlen, untersuchen wir das Wasser trotzdem“, so Diebl.

Seit 2005 wird der Ablauf des Starnberger Klärwerks mit ultraviolettem Licht behandelt. Diese Maßnahme tötet Keime ab und sorgt dafür, dass die Messergebnisse seit Jahren deutlich unter dem Grenzwert von 1800 Koli- und 700 Enterokokken-Bakterien pro 100 Milliliter Wasser liegen. Diebl: „Wenn es um die Wasserqualität geht, kann man in der Würm bedenkenlos baden.“ Für alle anderen möglichen Gefährdungen übernehmen die Behörden keine Verantwortung.

Karin Priehler

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