HSG Würm-Mitte: Landesliga-Damen schlagen sich selbst

- Schlechteste Saisonleistung beim 17:23 gegen den TSV Aichach

VON TILMANN MEHL Gräfelfing - So unzufrieden war Martin Brenzel im Würmtal noch nicht gesehen worden. Nach der "schlechtesten Saisonleistung", so der Trainer, gaben sich die Landesliga-Handballerinnen der HSG Würm-Mitte am Samstag dem TSV Aichach 17:23 geschlagen. Ein "letztendlich verdienter Sieg" (Brenzel) für den TSV Aichach, der nicht hätte sein müssen.

Von der ersten Minute an ließ der Coach Tini Laske durch Sandra Berberich in Manndeckung nehmen. Was zuerst gut klappte, führte später zu einigen Gegentoren. Vorwürfe wollte Brenzel der erste 17-jährigen Berberich freilich nicht machen. "Sie hat sich hinten zwar taktisch manchmal falsch verhalten, dafür aber vorne ein Riesenspiel gemacht. Das mit der Defensive bekommen wir auch noch hin."

Das Spiel gaben die Würmtalerinnen bereits in den ersten zehn Minuten verloren. "Da hätten wir bereits 3:0 oder 4:0 führen müssen", blickte der Trainer auf eine hektische Anfangsphase zurück. Doch entweder wurde ein Siebenmeter verworfen, oder die Damen scheiterten frei vor der gegnerischen Torfrau. Statt einer hohen Führung stand ein 0:1-Rückstand zu Buche.

Die HSG schaffte es danach, einen 4:2-Vorsprung herauszuspielen, doch dies blieb die letzte Führung des Spiels. Der 5:10-Halbzeitstand resultierte aus "Fangfehlern, Fehlpässen und Unkonzentriertheiten", so der angesäuerte Coach. Zudem hätten seine Damen kurz den Kopf hängen lassen, was so eine clevere Mannschaft natürlich ausnutzt.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte - mit Treffern der Aichacherinnen. Beim Stand von 7:15 nahm Brenzel schließlich eine Auszeit und ließ von da an nach eigenen Angaben "alles oder nichts spielen". Eine aggressivere Verteidigung und schnelle Angriffe sollten die Gegnerinnen aus dem Konzept bringen. Was gut klingt, wurde mangelhaft umgesetzt. Schnelle Ballverluste und überhastete Würfe verhinderten eine Aufholjagd. Hinzu kamen insgesamt sechs verworfene Siebenmeter. Das Einzige, was der enttäuschte Trainer seinen Spielerinnen nicht vorwerfen konnte, war fehlender Kampfgeist. "Sie haben immer alles versucht", lobte er. So zeichnete sich Maurer in der zweiten Hälfte mit fünf Treffern dafür verantwortlich, dass der Vorsprung der Aichacherinnen nie zu groß wurde. Wirklichen Anschluss fanden die Spielerinnen allerdings nicht mehr.

Ein Comeback der besonderen Art feierte Martina Pfleger, die nach einem halben Jahr Singapur-Aufenthalt anscheinend alles nachholen wollte , was sie versäumt hatte. In der 52. Minute eingewechselt, verwarf sie wenig später einen Siebenmeter und hatte Glück, dass sie kurz vor Schluss nach einem rüden Foul nur eine Zwei-Minuten-Strafe aufgelegt bekam. HSG Würm-Mitte: Maurer (6), Berberich (3), Groß (3), Wastian (3 / 1), Kemeter (2 /1);

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erhebende Premiere in Maria Eich
Zum ersten Mal hat es jetzt bei der Wallfahrtskapelle Maria Eich eine Diakon-Weihe gegeben. Diese finden ansonsten im Münchner Liebfrauendom statt. Die Besucher erlebten …
Erhebende Premiere in Maria Eich
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
2,8 Kilometer Schienen werden erneuert, 2000 Holzschwellen ersetzt: Die Arbeiten am Bahngleis, das das Kraillinger Tanklager mit Freiham verbindet, sind in vollem Gange. …
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Der Dauer- und stellenweise Starkregen seit Sonntagabend hat zwar zu kleineren Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt, viel passiert ist zum Glück aber nicht.
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Hundehalter fordern Zaun an der A 96
Hundebesitzer haben eine Petition gestartet. Sie fordern einen Zaun zwischen dem Gräfelfinger Paul-Diehl-Park und der Autobahn. Die zuständigen Stellen finden das …
Hundehalter fordern Zaun an der A 96

Kommentare