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Christbaumverkäufer Ulrich Schieche weiß, worauf es den Kunden beim Baumkauf ankommt. Er verkauft seit 25 Jahren jedes Jahr hunderte Weihnachtsbäume.  

Preise trotz Rekordsommer stabil

Ansturm auf die Christbäume steht ins Haus

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Die ganz großen Bäume sind bereits weg. Während Firmen sich vor dem ersten Advent schon die prächtigsten Exemplare gesichert haben, kaufen Privatpersonen erst jetzt ihren Christbaum. Die gute Nachricht: Trotz des Rekordsommers sind die Preise stabil geblieben.

Würmtal – Ulrich Schieche freut sich, wenn er sieht, wie glücklich die Leute sind, endlich den richtigen Christbaum gefunden zu haben. Der 53-Jährige verkauft seit 25 Jahren jeden Winter Christbäume bei Pflanzen Ries in Neuried. Drinnen gibt es die Top-Exemplare, draußen, gleich neben dem Parkplatz, Tannen zweiter Wahl. Rund 500 Bäume, überwiegend Nordmanntannen, aber auch ein paar Blaufichten, bietet Schieche im Gartencenter an, draußen weitere 2000. Die Preise gehen bei 19,99 Euro los.

„Die großen Vier-Meter-Bäume haben wir alle schon verkauft“, sagt Schieche. Die Nachfrage hierfür gebe es vor allem vor dem ersten Advent: Unternehmen, die die Tannen im Foyer aufstellen, oder Privatpersonen mit entsprechendem Treppenhaus sichern sich dann schnell die schönsten Exemplare.

Kleine Christbäume, etwa 80 Zentimeter hoch, würden aber auch immer beliebter, weiß Schieche. Und schlanke Tannen sind ebenso rar wie gefragt. „Weil die Leute immer weniger Platz haben“, sagt Schieche. Besonders wichtig sei den Käufern aber auch, dass die Bäume ungespritzt sind. Von manchen Kunden hat Schieche schon gehört, dass diese ihren Weihnachtsbaum irgendwo am Straßenrand gekauft haben und ihn drei Tage später wieder entsorgen mussten, „weil er so gestunken hat“.

Bei seinen Bäumen weiß Schieche, wo sie herkommen. Seinen Händler aus der Nähe von Wertheim kennt er schon lange. Der spritzt die Bäume nicht. „Er hat sehr viele Marienkäfer“, erklärt Schieche. „Die machen die Arbeit.“ Den Rekordsommer haben Schieches Bäume gut überlebt. Insbesondere den Setzlingen setzte die Trockenheit aber zu.

Neu im Baum-Geschäft ist Fabian Frehse. Er steht heuer zum ersten Mal an einem Stand seines Onkels neben dem Würmtal-Center in Martinsried. Der 35-Jährige kann bestätigen, dass schmale, hohe Bäume gefragt sind. Insgesamt seien die Kundenwünsche aber vielfältig: Die einen wollen ihren Baum klein und buschig, andere achten darauf, dass die Abstände zwischen den Ästen groß sind – das sei einfach besser, wenn man echte Kerzen verwendet.

Der Stand am Würmtal-Center mit etwa 50 großen und 30 kleinen Nordmanntannen ab 15 Euro bietet auch Christbäume im Topf an. Die Nachfrage sei da. Von den drei Exemplaren, die er ursprünglich hatte, hat Frehse allerdings erst eines verkauft. „Das Hauptgeschäft geht noch los“, sagt er. Viele kauften ihren Baum erst auf den letzten Drücker. Frehses Tannen kommen aus dem Saarland und werden wie Schieches Bäume frisch geschlagen ohne Zwischenlagerung auf den Lastwagen nach München geladen.

Eine etwas weitere Anreise haben die Christbäume von Franz Heim. Sie kommen aus Dänemark, die kleinsten sind ab 15 Euro zu haben. Auch Heim bietet nur Nordmanntannen an. „Die nadeln halt nicht. Das ist der Vorteil“, sagt Heim. Deshalb seien die Bäume für Weihnachten so beliebt. Noch steht er meist allein an seinem Stand am Ortseingang von Gräfelfing, wo die Maria-Eich-Straße in die Friedenstraße übergeht. „Es geht schleppend los“, sagt Heim. Aber spätestens ab dem dritten Adventswochenende sei es gewöhnlich mit der Ruhe vorbei.

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