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Die Würmtal-Gruppe von Amnesty International setzt sich unter anderem für die Naturschützerin Laísa Santos Sampaio aus Brasilien ein.

Amnesty-Gruppe Würmtal kämpft

Auftragskiller bedrohen Leben von Naturschützerin

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Die Würmtal-Gruppe von Amnesty International will Aufmerksamkeit erregen für die Naturschützerin Laísa Santos Sampaio. Sie wird von Auftragskillern bedroht.

Würmtal – Laísa Santos Sampaio lebt in einer kleinbäuerlichen Gemeinschaft von 350 Personen im Amazonasgebiet, die von der Nutzung eines der letzten intakten Regenwaldgebiete in der Region lebt. Die Menschen stellen dort aus Nüssen und Früchten Kosmetika, Salben und Naturheilmittel her. Doch illegale Holzfäller, Viehzüchter, Ölfirmen und Holzkohleproduzenten wollen das Gebiet weiter roden.

Naturschützer schweben in großer Gefahr

Wer sich dem entgegen stellt, ist offenbar in großer Gefahr: Mehr als 900 Menschen sollen seit 1980 deswegen ermordet worden sein. „Auch die Schwester und der Schwager von Laísa wurden bereits getötet, sie selbst akut bedroht“, sagt die Sprecherin der Würmtaler Amnesty-Gruppe, Ursula Kreis-Schaffert. „Es geht um große wirtschaftliche Interessen der betreffenden Firmen.“

Amnesty: „Damit man sie nicht so schnell verschwinden lassen kann“

Um Sampaio zu helfen, schreibt die Würmtaler Amnesty-Gruppe Briefe an die entsprechenden Regierungsstellen. Denn die brasilianische Regierung hat es bisher abgelehnt, Sampaio in das nationale Schutzprogramm für bedrohte Menschenrechtsverteidigerinnen zu stellen. „Wir versuchen auch insgesamt, auf den Fall aufmerksam zu machen“, sagt Kreis-Schaffert. „Denn wer von Amnesty hervorgehoben wird, den kann man nicht so schnell verschwinden lassen.“

Sampaios Hund wurde bereits erschossen

Dutzende Menschen aus der brasilianischen Gemeinschaft sollen bereits aus Angst geflohen sein, Sampaios Haus und Felder wurden niedergebrannt. Sie selbst bekam offenbar die gleichen Todesdrohungen wie ihre Verwandten: Eine Kokospalme wurde 150 Meter vor ihrem Haus auf die Straße gelegt, ihr Hund mit acht Schüssen getötet. Sampaio floh in die Provinzhauptstadt Marabà, musste aber aus wirtschaftlichen Gründen nach sieben Monaten wieder in ihren Heimatort zurückkehren.

Würmtal-Gruppe von Amnesty International weist bei Veranstaltungen auf den Fall hin

Unter anderem auf ihrem Frühlingsmarkt am Sonntag, 14. Mai, will die Würmtaler Gruppe auf diesen und andere Fälle hinweisen, ebenso am Kraillinger KultArt am Samstag/Sonntag, 1./2. Juli, sowie am Sonntag, 23. Juli, auf dem Gräfelfinger Kulturfestival. Für Dienstag, 17. Oktober, ist ein großes Benefiz-Konzert im Planegger Kupferhaus mit der Quartett-Gruppe „nonsordino“ geplant. Der Erlös geht sowohl an Amnesty als auch den Helferkreis Asyl.

Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Verletzung der Menschenrechte - die Liste ist lang

Neben der Situation der Menschen im Amazonasgebiet kümmert sich die Würmtal-Gruppe zudem um einige andere Fälle: „Wir kämpfen laufend gegen Rassismus, der weiter verbreitet ist, als man denkt, sowie gegen Gewalt gegen Frauen“, sagt Kreis-Schaffert.

Außerdem um die Menschenrechte-Situation in den palästinensischen Gebieten und der Türkei. Die Gruppe schreibt etwa Briefe an die türkischen Behörden wegen Sibel Capraz, die im Bakirköy-Frauengefängnis in Istanbul sitzt.

Capraz wurde im November 2015 bei Zusammenstößen zwischen türkischen Sicherheitskräften und der PKK im Südosten der Türkei festgenommen und dabei in den rechten Arm und den Bauch geschossen. Der infolgedessen gelegte künstliche Darmausgang hätte bereits vor einem Jahr wieder entfernt werden müssen. Die dafür nötige Operation wird aber von den türkischen Behörden bislang verweigert – was laut einem medizinischen Gutachten lebensgefährlich ist.

ps

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