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1898 erbaut, versorgt das Pumpenhäuschen im Mühlthal die Würmtalgemeinden bis heute mit Wasser.

Würmtal-Zweckverband

Ausreichend Wasser trotz Hitzewelle

Der Würmtal-Zweckverband hat vorgesorgt: Trotz anhaltender Hitzewelle sind seine drei Wasserhochbehälter gut gefüllt. Doch ob das auch in Zukunft der Fall sein wird, ist fraglich.

Würmtal– Während das Wasser vielerorts knapp wird, ist Klaus Krüger, Geschäftsführer des Würmtal-Zweckverbandes, entspannt. Als Wasserversorger sei es wichtig, auch mit länger anhaltenden Hitzewellen zu rechnen und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Das zahlt sich jetzt aus. So sei der Wasserverbrauch im Würmtal momentan um die Hälfte des Normalverbrauchs gestiegen. Dieser betrage zwischen 10 000 und 12 000 Kubikmeter pro Tag.

Trotzdem würden die Vorräte absolut ausreichen, ein schlechtes Gewissen sei nicht nötig. „Niemand muss seine Pflanzen im Garten verdorren lassen“, so Krüger. Zumal die meisten Bürger ohnehin verantwortungsbewusst mit dem kostbaren Gut umgehen würden.

Das Landratsamt Starnberg hingegen weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass der Wasserhaushalt fast überall angespannt sei. Auch das Wasserwirtschaftsamt appelliert an die Bevölkerung, auf eine sparsame Verwendung zu achten. Dabei gehe es in erster Linie um die Bewässerung des Gartens mit Trinkwasser sowie die direkte Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen durch Anrainer.

Bereits geringfügige Entnahmen könnten sich bei anhaltender Trockenheit negativ auf die Gewässerökologie auswirken und schlimmstenfalls zu einem Fischsterben führen. Das Landratsamt empfiehlt, das ganze Jahr über Regenwasser in Zisternen oder Tonnen zu sammeln.

„Jetzt wird einem vor Augen geführt, wie wichtig Vorsorge ist“, sagt Klaus Krüger vom Würmtal-Zweckverband. Und verweist auf unterschiedliche Sichtweisen, die eine ausreichende Wasserversorgung in Zukunft gefährden könnten. Um Grundwasser entnehmen zu dürfen, bedarf es einer behördlichen Fördererlaubnis. So müssen die Areale, in denen sich die Wasserspeicher befinden, als Schutzgebiete ausgewiesen werden.

Für die drei Gewinnungsgebiete des Würmtal-Zweckverbandes, die sich im Mühlthal, dem Königswieser sowie dem Kreuzlinger Forst befinden, zeichnet das Landratsamt Starnberg verantwortlich. Aus acht aktiven Brunnen fließt das Wasser entweder direkt ins Netz oder wird zunächst in die drei Hochbehälter gepumpt. „Und genau an diesem Punkt kommt es zum Interessenskonflikt“, so Krüger. Denn während der Zweckverband darauf pocht, die Wasserversorgung in gleichem Maße aufrechtzuerhalten, sieht das Landratsamt keinen Bedarf, alle Brunnen weiterlaufen zu lassen. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob der Verband an seinen drei Gebieten festhalten kann. Krüger: „Wir suchen bereits nach neuen Quellen, haben aber bislang keine Alternativen gefunden.“

Karin Priehler

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