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Knöllchen für Parksünder: Inzwischen lassen alle Würmtalgemeinden den ruhenden Verkehr vom Zweckverband überwachen. Auch Krailling hat nachgezogen.

Verkehrsüberwachung im Würmtal

In Krailling wird am meisten gerast

Würmtal - In Krailling wird gerne gerast. Das belegt die Bilanz des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberland, dem die fünf Würmtalgemeinden die Überwachung ihres Verkehrs übertragen haben.

Nicht alle Gemeinden im Würmtal lassen ihren Verkehr gleichermaßen überwachen. Neuried beispielsweise beauftragt den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland mit deutlich weniger Stunden als die anderen Gemeinden. Freilich werden dort dann weniger Verkehrssünder erwischt. Aber der Zweckverband weist in seiner Bilanz für das erste Halbjahr 2016 auch die von seinen Mitarbeitern geahndeten Verstöße pro Stunde und Gemeinde aus. Schon werden die Würmtal-Gemeinden vergleichbar. Und schon schneidet Neuried nicht mehr ganz so gut ab.

Bei der Überwachung des fließenden Verkehrs kamen den Mitarbeitern in Neuried 1232 Verkehrsteilnehmer vor die Linse, die zu schnell unterwegs waren. In Gauting waren es 2788. Aber während es in Gauting 11,84 Verstöße pro überwachter Stunde waren, liegt dieser Wert in Neuried bei 15,06. Zum Vergleich: In Planegg waren es 5,73, in Gräfelfing 17,81 Verstöße pro Stunde.

Am meisten jedoch wird in Krailling gerast. Dort wurde die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von den Verkehrsteilnehmern insgesamt 1995 Mal in rund 83 gemessenen Stunden überschrittenen, das macht 23,90 Verstöße pro Stunde und eine Beanstandungsquote von 14,10 Prozent. Dafür sind die Kraillinger beim Parken gewissenhafter. Dort konnten die Mitarbeiter des Zweckverbandes nur 2,74 Verstöße in der Stunde feststellen. Zum Vergleich: In Gräfelfing waren es 4,6 und in Gauting 4,57.

Bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs lagen die Gräfelfinger mit ihren Verstößen bereits 2014 vorne. Allerdings haben sie sich gebessert. In den ersten drei Quartalen 2014 waren dort insgesamt 2390 Strafzettel ausgestellt worden. Im ersten Halbjahr 2016 waren es nur mehr 1144. In beiden Fällen hatte die Gemeinde den Zweckverband für 40 Stunden pro Monat mit der Überwachung des ruhenden Verkehrs engagiert.

Trotz der positiven Entwicklung auf Gräfelfinger Gemeindegebiet, was den ruhenden Verkehr betrifft, eines sollte den Würmtalern zu denken geben: In der Region wird öfter die zugelassene Höchstgeschwindigkeit überschritten als andernorts. Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland meldet in seinem gesamten Einsatzgebiet im Durchschnitt 12,25 Verstöße pro Stunde bei der Überwachung des fließenden Verkehrs. Da kann im Würmtal nur Planegg mit 5,73 Verstößen glänzen. Aber auch dort liegt die Beanstandungsquote mit 8,74 Prozent über der im gesamten Überwachungsgebiet (7,88 Prozent).

Victoria Strachwitz

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