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Christbaumverkäufer Markus Walters an seinem Stand in Gräfelfing: Er rät seinen Kunden, die Bäume b is zwei Tage vor Weihnachten im Netz zu lassen und in einen Topf mit Wasser zu stellen, damit sie frisch bleiben. 

Christbaumverkauf in vollem Gange

Weihnachtsbäume aus der Region gefragt

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Würmtal - Mit der Adventszeit hat im Würmtal auch der Christbaumverkauf begonnen. Während manche ihre Bäume inzwischen online besorgen, achten andere immer mehr auf Regionalität. Und manche holen sich besonders große Bäume.

Bis zu fünf Meter große Bäume haben die Würmtaler Christbaumverkäufer in diesem Jahr im Angebot. „Unsere Vier-Meter-Bäume sind fast alle schon an Geschäfte und Firmen verkauft – und manche Kunden haben auch privat ein großes Wohnzimmer“, sagt etwa Gärtnermeister Ulrich Schieche von Pflanzen Ries in Neuried. Das Geschäft verkauft im eigenen Laden sowie Bäume zweiter Qualität an einem Stand an der Fürstenrieder Straße. Insgesamt seien aber die kleineren Bäume zwischen einem und zwei Meter am beliebtesten, heißt es bei allen Verkäufern. Die besonders großen Bäume kosten meist über 100 Euro.

Wichtig ist für viele Würmtaler, dass die Bäume aus der weiteren Region kommen. „Danach fragen viele Leute, aber auch, ob die Bäume behandelt sind“, sagt Ulrich Schieche. Was die Bäume höchstens dann sind, wenn mal Ungeziefer an ihnen war.

Aus dem bayerischen Wald kommen etwa die Bäume von Harry Bittner, der im Biergarten des Pe. Es. Kottmeier einen Stand hat. Aus der Gegend um Aschaffenburg die von Pflanzen Ries. „Dies ist insofern vorteilhaft, da die Bäume nur kurze Wege haben, wir den Lieferanten kennen und so wissen, woher die Bäume genau kommen und dass sie erst vor Kurzem gefällt wurden“, sagt Ulrich Schieche.

„Ich empfehle immer, die Bäume draußen ins Wasser zu stellen und zwei Tage vor dem eigentlichen Aufbau aus dem Netz zu packen“, sagt Markus Walters, der an der Gräfelfinger Finkenstraße Ecke Bussardstraße verkauft. „Drinnen kann man sie ebenfalls ins Wasser stellen, muss man aber nicht.“ Außerdem sollte man zum Kauf immer den Ständer mitbringen, damit die Bäume passend angespitzt werden können, empfiehlt Walters. Ob ein Baum beim Kauf noch frisch ist, ließe sich am „Erscheinungsbild, etwa ob die Nadeln saftig und weich sind, erkennen“, sagt Harry Bittner.

Die Würmtaler fragen meistens nach Nordmanntannen, weshalb fast nur noch diese verkauft werden. „Die meisten Würmtaler kaufen ihre Bäume zwischen der Mitte der Adventszeit und ganz kurz vor Weihnachten“, erzählt Walters. Einige würden ihre Bäume auch online besorgen, heißt es. Der Absatz ist daher an einigen Ständen seit Jahren rückläufig.

Manchmal kommt es beim Weihnachtsbaumkauf auch zu kleinen Familiendramen. Ulrich Schieche: „Einmal zum Beispiel hat nach der Diskussion ein Mann seine Frau bei den Bäumen stehen lassen und ist alleine nach Hause gefahren.“

Peter Seybold

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