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Sie kann trotzdem noch lächeln: Zustellerin Karin Voit, auf dem Bild in Neuried unterwegs, und ihre Kollegen liefern in der Vorweihnachtszeit täglich etwa 220 Pakete aus – pro Mitarbeiter. 

Vorweihnachtszeit: Dreifache Menge an Paketen bei Post und DHL

Das Christkind trägt Gelb

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Würmtal - Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Pakete und Päckchen: 29 DHL-Boten sind jetzt täglich im Würmtal unterwegs, um alle Sendungen pünktlich abzuliefern – zehn mehr als sonst. Die Zahl der Pakete verdreifacht sich vor Weihnachten. Jeder Bote muss täglich 220 Stück ausliefern.

Sieben Zusteller alleine der DHL fahren vor Weihnachten jeden Tag in Gräfelfing Pakete und Briefe mit dem Auto aus (normalerweise sind es vier), drei in Neuried (sonst zwei), fünf in Gauting (sonst vier). Dazu kommen etwa in Neuried zwei Brief-Zusteller, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, sowie sieben Radl-Zusteller in Gauting. „In der Großstadt teilen wir die Auslieferung von Briefen und Paketen komplett auf verschiedene Zusteller auf, in ländlicheren Regionen wie dem Würmtal gibt es auch viele Verbundzusteller, die beides mit dem Auto ausliefern“, erklärt Post-Sprecher Dieter Nawrath.

Wie groß der Bezirk ist, den ein Bote betreuen muss, hängt von verschiedenen Kriterien und nicht alleine der Anzahl der Haushalte und Firmen ab. „Wenn in einem Bezirk viele Geschäfte oder Hochhäuser sind, in denen durchschnittlich jeweils fünf Pakete abgegeben werden, ist die Fläche des Bezirks größer, als in einer Gegend mit vielen freistehenden Einfamilienhäusern mit jeweils nur einer Sendung“, erklärt Nawrath. Aus Konkurrenz-Gründen zu anderen Zustelldiensten will die DHL den genauen Zuschnitt eines Würmtaler Bezirks nicht verraten. „Die Gebiete werden aber laufend angepasst, etwa wenn ein Neubaugebiet hinzukommt oder eine große Firma wegzieht“, sagt Nawrath.

4000 Haushalte haben die Deutsche Post und ihre Tochterfirma DHL in Neuried zu betreuen, 10 000 in Gauting. Durchschnittlich liefert ein Bote 200 Pakete pro Tag aus, vor Weihnachten nimmt diese Zahl auf etwa 220 zu. Nawrath: „Die Bezirke werden dann kleiner und kompakter, was eine höhere Mitnahmemenge ermöglicht.“ Bei einem durchschnittlichen tariflichen 7,7-Stunden-Tag hat ein Bote so über 28 Pakete pro Stunde auszutragen. Auch die Zahl der Briefe verdoppelt sich vor Weihnachten. Viele Geschenke werden als Bücher- oder Warensendung verschickt, dazu kommen Karten, Geld- und Gutscheine.

Die Deutsche Post mietet daher in der Adventszeit zusätzliche Fahrzeuge bei Autovermietungen an. Viele Aushilfen werden beschäftigt und vorab mehrere Wochen trainiert.

Damit die insgesamt dreifache Anzahl an Paketen vor Weihnachten rechtzeitig ankommt, gibt es neben viel Verstärkung für die Stamm-Belegschaft zwar keine Urlaubssperre. „Wer ein oder mehrere Tage aus wichtigen Gründen frei haben will, bekommt diese, richtiger Urlaub wird aber nur selektiv gewährt“, sagt Nawrath.

Alle Paket-Sendungen an die Würmtal-Gemeinden sowie unter anderem Starnberg und Puchheim durchlaufen die „Mechanisierte Zustellbasis“ in Germering. Vor Weihnachten gehen hier bis zu 21 000 Pakete täglich durch die automatische Sortiertechnik, sonst sind es bis zu 11 000. Die Anlage schafft bis zu 3200 Pakete pro Stunde.

Die ersten der bis zu 16 Container aus dem Paketzentrum Augsburg (außerhalb der Vorweihnachtszeit sind es zehn) kommen bereits um 3.40 Uhr in der Früh in Germering an. Die tatsächliche Tagesmenge an Paketen wird erst ersichtlich, wenn alle Sendungen sortiert sind. Regelmäßig ist dann ein Lieferwagen übervoll, ein anderer hat noch Kapazitäten frei. Und die Fahrer sortieren spontan manuell ihre Sendungen um, um sich gegenseitig zu helfen. 

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