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Auch Bürgermeister Harald Zipfel machte bei der Reihentestung in Neuried mit und weiß nun: zu diesem Zeitpunkt war er nicht mit dem neuen Corona-Virus infiziert.

Mehr als 900 Personen untersucht

Corona-Testung: Keine einzige Infektion 

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Corona-Tests finden im Würmtal reißenden Absatz. Doch die offiziellen Infektionszahlen steigen nicht. Das Würmtal ist kein Hotspot. Sollte sich das ändern, ist zumindest Neuried gewappnet.

Würmtal – Testen, testen, testen. Daran halten sich die Menschen im Würmtal. Seit zehn Tagen ist der Corona-Test kostenlos. Seit zehn Tagen erleben die Arztpraxen im Würmtal einen Ansturm auf die Tests. Auch für die groß angelegte Reihentestung in Neuried wurden leicht über 900 Kandidaten gefunden. Doch eins wird dabei zunehmend deutlich: „Von einer hohen Dunkelziffer kann man nicht ausgehen“, so das Fazit der Sprecherin der Gemeinde Neuried, Inke Franzen.

Mehr Tests bedeuten im Würmtal keineswegs, dass mehr Infizierte entdeckt werden. Dr. Kai Reichert, Allgemeinarzt aus Gräfelfing, testete lange Zeit nur vier bis fünf Patienten täglich auf eine akute Infektion mit dem Corona-Virus. In der vergangenen Woche waren es an zwei Tagen jeweils fast 20 Menschen, die sich testen lassen wollten. „Jetzt geht es langsam zurück“, sagt er. Diesen Mittwoch seien es nur noch sieben gewesen. Positiv war bislang keiner der Getesteten. „Seit acht Wochen war niemand mehr positiv.“

Auch sein Kollege Dr. Juri Gewitsch aus Planegg berichtet: „Wir testen relativ viel zur Zeit.“ Montag seien es über zehn Leute gewesen. Aber: „Ich hatte keinen einzigen Positiven seit mehreren Wochen.“ Das mag daran liegen, meinen die Ärzte, dass Tests nun nicht mehr nur im Fall eines konkreten Verdachts möglich sind. Jetzt könne sich jeder vor der Fahrt in den Urlaub oder dem Einzug ins Altersheim kostenfrei untersuchen lassen. Juri Gewitsch hatte aber auch schon einen Patienten, der aufgrund einer Alarmierung durch die Corona-Warn-App zu ihm kam.

346 Menschen sind bislang im Würmtal nach Informationen der beiden zuständigen Landratsämter in Starnberg und München offiziell positiv getestet worden. Das neuerdings verstärkte Testen ließ die Zahlen bislang nicht nach oben schnellen. Am vergangenen Freitag und Samstag wurden 910 erwachsene Neurieder auf eine akute wie auch eine überstandene SARS-CoV-2-Infektion hin untersucht. Ergebnis: Akut sei kein Teilnehmer infiziert gewesen. Bei weniger als zwei Prozent der Getesteten seien Antikörper gefunden worden. Da die Aktion anonym ablief, könne es sogar sein, dass unter diesen zwei Prozent auch jemand aus der Gruppe der 32 bereits offiziell beim Landratsamt München gelisteten Neurieder war, der sehen wollte, ob er durch seine Infektion Antikörper habe, meint Franzen. Auch nach der Reihentestung ist die Zahl in Neuried somit nahezu unverändert.

„Es bestätigt sich, dass sich die Neurieder ausgesprochen diszipliniert verhalten haben“, meint Franzen. Während der Ausgangsbeschränkung habe man im Ort nur selten Menschen gesehen, die als Gruppe zusammen gestanden hätten, außerdem hätten viele längst vor Einführung der Maskenpflicht Masken getragen. Franzen findet: „Es ist beruhigend, hier ist kein Hotspot.“ Doch Dr. Gewitsch mahnt an dieser Stelle zur Vorsicht. „Im Moment sieht es ruhig aus. Aber das kann sich ganz schnell ändern.“ Die Gemeinde Neuried fühlt sich nach der Reihentestung aber für den Ernstfall gewappnet. Die Testaktion lief reibungslos.

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