Neuer Vorschlag der Grünen

Eigener Wärmespeicher für Planegg

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Rechtzeitig, bevor sich die Gemeinderäte in Planegg und Gräfelfing mit dem Projekt Erdbeckenwärmespeicher in der Kiesgrube im Martinsrieder Feld beschäftigen, hat sich der Planegger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet.

Planegg/Gräfelfing – In einer Stellungnahme begrüßt der Planegger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen  die Speichertechnologie als „wichtigen Schritt zum Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie“. Dem Ansinnen, die Grube, deren Auskiesung im Herbst beendet werden soll, zum mit rund 300 000 Kubikmeter Fassungsvermögen weltgrößten Erdbeckenspeicher für Solarwärme auszubauen, steht er jedoch skeptisch gegenüber.

Der Gräfelfinger Ortsverband der Grünen und die grüne Gruppe 21 (gG21) in Planegg haben in ihren jeweiligen Gemeinden einen gemeinsamen Antrag gestellt. In Abstimmung soll ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt werden. Neben dem Erdbeckenspeicher in der Grube, die sich größtenteils auf Gräfelfinger Flur befindet, soll untersucht werden, ob ein im Planegger Flächennutzungsplan als Photovoltaikfeld ausgezeichnetes eineinhalb Kilometer entferntes Areal teilweise mit thermischen Solarkollektoren bestückt werden kann, um in den Wärmespeicher einzuspeisen.

Die Planegger Grünen sehen bei verschiedenen Punkten Diskussionsbedarf, etwa der rechtlichen Konstruktion einer interkommunalen Einrichtung, dem Solarenergieanteil oder der Speichergröße. Sie schlagen nun vor, getrennte Machbarkeitsstudien für getrennte Projekte in Auftrag zu geben. Ihre Idee ist, das designierte Planegger Solarenergiefeld zu einem Erdbeckenspeicher mit 100 000 Kubikmeter Kapazität plus Solarfeld zu machen. Zum einen sei durch die unmittelbare Nähe von Speicher und zugeordneter Solarthermieanlage maximale Energieeffizienz gewährleistet, zum anderen schreiben die Grünen: „Durch die Entkopplung gibt es für unsere Gemeinde keine logistischen Unwägbarkeiten und möglichen Verzögerungen wegen zu langsamer Verfüllung der Kiesgrube.“

Martin Feldner, Gräfelfings grüner 3. Bürgermeister, sieht im Vorschlag der Planegger Parteikollegen keine Ablehnung des Projektes auf dem Martinsrieder Feld. „Ich bin froh und dankbar, dass sich auch die Planegger Grünen mit der Idee beschäftigen. Das gehört mitgeprüft. Vielleicht ist das kleinere Projekt tatsächlich das bessere.“  

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