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Das Kinderprinzenpaar Romy und Julian absolvierte heuer mit Tanja Wissel (Mitte) die Pflichttermine der Würmesia, darunter der Empfang bei Münchens Bürgermeister Josef Schmid auf dem Marienplatz.

Nach 26 Auftritten

Ein letztes Mal Prinz und Prinzessin

Würmtal – Das Kinderprinzenpaar war heuer die Rettung der Würmesia. Heute Abend wird Prinz Julian I. beerdigt. Nächste Saison soll wieder ein großes Paar her.

Ohne die beiden wäre die Würmesia heuer führungslos in die Faschingssaison gestartet: Julian I. und Romy I. Ein Achtjähriger und eine Siebenjährige haben der Faschingsgesellschaft aus der Patsche geholfen und die Saison als Prinzenpaar bestritten. Heute Abend ist die offizielle Prinzenbeerdigung. Und die Bilanz der Kinder kann sich sehen lassen.

Den Traum von einem großen Prinzenpaar hatte der Verein bereits kurz vor Beginn der Saison beerdigen müssen. Das designierte Paar war in letzter Minute abgesprungen. Schmerzhaft für den Verein, eine große Chance für den Nachwuchs. Den Empfang bei Münchens Bürgermeister Josef Schmid am Marienplatz durfte so das Kinderprinzenpaar übernehmen. Darauf folgten 25 weitere Auftritte.

Tanzen gehört dazu: Auftritt mit der Kinder- und Jugendgarde der Würmesia.

„Die haben das toll gemacht. Die waren mit so viel Spaß und Freude dabei.“ Die Präsidentin der Faschingsgesellschaft Würmesia, Tanja Wissel, ist voll des Lobes. „Die haben so viele Auftritte hinter sich gebracht. Für so kleine Zwerge ist das wirklich super.“ Und was Wissel besonders freut ist, dass die Schule den Kindern die Freiheit gab, ihre Rolle auszufüllen. Sonst hätten die beiden am 11. November beispielsweise nicht am Marienplatz dabei sein können. Jetzt aber steht der Kehraus in der Gaststätte des TSV Gräfelfing „Bella Theranda“ an. „Der Prinz freut sich schon sehr auf seine Beerdigung“, sagt Wissel. Aufgrund seines zarten Alters findet sie heuer bereits um 22 Uhr statt. Mit Freude geht also ein Fasching zu Ende, der für die Würmesia holprig begonnen hatte.

„Für uns war das eine Saison der Neuordnung und eine Findungsphase“, sagt Wissel. Ihr ist wichtig, dass die Faschingsgesellschaft auch künftig Spaß bereitet – und dass es wieder ein großes Prinzenpaar gibt. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, glaubt Wissel. „Wir gehen davon aus, dass es eine große Garde geben wird. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es nächstes Jahr wieder ein großes Prinzenpaar geben wird, ist hoch“, meint sie zuversichtlich.

Doch die Sorge um den Nachwuchs für die traditionsreiche Faschingsgesellschaft bleibt bestehen. Denn der Grund für den erwarteten Zuwachs bei der Garde sei lediglich, dass viele von der Kindergarde dorthin wechselten. Jetzt sucht der Verein wieder verstärkt Kinder ab sechs Jahren, die Spaß und Freude an Auftritten und am Tanzen haben – so wie das scheidende Prinzenpaar Julian I. und Romy I., für die eine aufregende Faschingssaison heute Abend zu Ende geht.

Die Prinzenbeerdigung

findet heute Abend beim großen Faschingskehraus beim TSV Gräfelfing statt (Hubert-Reißner-Straße). Einlass ist ab 19 Uhr. Die Prinzenbeerdigung beginnt um 22 Uhr, der Abend endet um Mitternacht.

Victoria Strachwitz

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