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Enten-Angler in Aktion: Die freiwilligen Helfer fischten die Tierchen beim Zieleinlauf an der Friedenskirche aus der Würm.

13. Entenrennen auf der Würm

Erster Doppelsieg beglückt zwei Familien

Das gab es noch nie: Obwohl auch beim 13. Entenrenner des Vereins Miteinander auf der Würm nur eine Ente als erste im Ziel einlief, freuten sich zwei Gewinner.

Würmtal – „Da kommt noch eine“, ertönte es am Samstagnachmittag zum wiederholten Mal an der Brücke nahe der Gräfelfinger Friedenskirche. Immer wieder fischte einer der Helfer eine Gummiente aus dem Fluss. Um 14:55 Uhr landete die letzte Ente im Korb und beendete das 13. Entenrennen auf der Würm.

Zuvor hatten die Entenfänger bei schönstem Sommerwetter über 1000 Enten aus der „bacherlwarmen“ und gemütlich dahin plätschernden Würm gefangen. So leicht hatte es der Fluss den ehrenamtlichen Anglern noch selten gemacht. Mit rund 1100 verkauften Enten (etwa 300 mehr als im Vorjahr) darf der Verein das Rennen heuer auch finanziell als Erfolg verbuchen. Wie immer fließt der komplette Erlös in die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins.

In bester Feierlaune waren auch die zahlreichen Besucher. Während sich die Kinder in der Schmink-Oase in Fabelwesen verwandeln ließen, machten es sich die Erwachsenen bei Kaffee, Kuchen und anderen Köstlichkeiten an den Biertischen auf dem Gelände rund um die Friedenskirche gemütlich. Sportlichere Familien rannten oder radelten mit den Enten die 1,2 Kilometer lange Strecke von Planegg bis nach Gräfelfing um die Wette oder befreiten bewaffnet mit Netz und Stöcken die hängengebliebenen Gummitierchen aus der Uferböschung. Einige Familien wagten sich dazu sogar in die Mitte des Flusses – der niedrige Pegelstand machte es möglich.

Pünktlich um 15 Uhr war es dann soweit: Anneliese Bradel, 2. Vorsitzende des Vereins Miteinander e.V., verkündete zusammen mit Bürgermeister Heinrich Hofmann aus Planegg und Bürgermeisterin Uta Wüst aus Gräfelfing die diesjährigen Sieger des Wettrennens. Überraschung: Den ersten Preis hatten gleich zwei Familien gewonnen. Die Nummer der schnellsten Ente war nämlich versehentlich zweimal vergeben worden. Der vierjährige Philipp und der neunjährige Alisena mussten sich um den Hauptgewinn, die Familientageskarte für die Therme Erding, dann aber doch nicht streiten. Denn die Familie Alisenas stammt aus Afghanistan und kann nicht schwimmen. Also fand man kurzerhand eine Lösung, die alle glücklich machte: Die Familie Simons aus Gräfelfing darf in die Therme, und Alisenas Familie bekommt einen Schwimmkurs finanziert.

Dann ging es an die Prämierung der Design-Enten. Erstmals wurden heuer acht Kinder und nur zwei Erwachsene ausgezeichnet. Da gab es eine Rennente im roten Ferrari, Königin Ducky unter einem Baldachin, eine Einhornente, eine Ente im selbstgemachten originalgetreuen Nordsee-Strandkorb und eine im Märchenland. Die Gewinner-Enten waren wohl ähnlich inspiriert. „Kapitän Quax“ sitzt auf dem Bootsrand und schaut verträumt in den Sonnenuntergang. Er räumte damit den ersten Designpreis der Erwachsenen ab. Kriegerischer waren Mia und Emma aus Planegg. Auch ihre Ente sitzt auf dem Bootsrand – allerdings als ziemlich angriffslustiger Kapitän Jack Sparrow.

Margot Deny

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