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Das Team der Planegger AWO-Beratungsstelle mit Kreisverbands-Geschäftsführer Michael Wüstendorfer (r.) bei der Eröffnung der neuen Räume in der Bahnhofstraße 37: (v.li.) Nina Landsjöaasen, Eberhard Bergmann, Leiterin Monika Koch, Astrid Arlt und Sonja Schmid.

AWO-Beratungsstelle

Immer mehr Würmtaler Eltern brauchen Hilfe

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Würmtal  -  Immer mehr Würmtaler Eltern wenden sich hilfesuchend an die AWO-Beratungsstelle in Planegg. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der angemeldeten Kinder und Jugendlichen um sechs Prozent.

Der Bedarf nach Beratung in Familien- und Erziehungsfragen nimmt stetig zu. Das zeigt der Jahresbericht 2015 der AWO-Beratungsstelle Planegg, dessen Einzugsgebiet die Gemeinden Gräfelfing, Planegg und Neuried umfasst; dank eines Zuschusses der Kommune wird inzwischen auch eine begrenzte Zahl von Familien aus Krailling unterstützt. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Anmeldungen von 216 auf 352 im Vorjahr. Die Psychologen und Sozialpädagogen kümmerten sich damit um 5,3 Prozent der mehr als 6200 im Einzugsgebiet lebenden Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre. In den Beratungsprozess waren allerdings weit mehr Personen einbezogen, insgesamt 483 Familienmitglieder und 88 Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld der Kinder wie Lehrer und Erzieherinnen.

Die gesteigerte Nachfrage nach Hilfestellung geht einher mit einem personellen und räumlichen Ausbau der Planegger Beratungsstelle. „Der Umzug im März 2015 in größere Räume brachte uns eine große Erleichterung für unsere Arbeit“, konstatiert Leiterin Monika Koch. In der Bahnhofstraße 37 stehen ihren fünf Mitarbeitern nun zwei zusätzliche Beratungszimmer zur Verfügung.

Die Gründe, warum Eltern die Beratungsstelle aufsuchen, sind sehr unterschiedlich. Am häufigsten wurden Probleme im Bereich der familiären Beziehungen sowie Schwierigkeiten der Kinder im Leistungsbereich angeführt. Gerade im schulischen Bereich sind die Erwartungen vieler Würmtaler Eltern an ihre Kinder hoch gesteckt, was nach Einschätzung der Fachleute oft auch auf den relativ hohen Sozialstatus und das hohe Bildungsniveau in der Region zurückzuführen ist. Bei 62 Prozent der angemeldeten Familien hatten die Eltern einen Hochschulabschluss. Ein hoher Beratungsbedarf bestand zudem wie schon in den vergangenen Jahren bei Trennung und Scheidung von Eltern sowie bei Partnerproblemen. Auch bei Auffälligkeiten im sozialen und emotionalen Verhalten der Kinder wie starker Aggressivität, Trotz oder Minderwertigkeitsgefühlen suchten Eltern Unterstützung in der Beratungsstelle.

Im Rahmen des Projektes „Zeit für Kinder Im Würmtal“ vermittelt die AWO-Beratungsstelle auch Paten. Sie spielen mit den Kindern und unterstützen sie beim Lernen. Insgesamt zehn solcher ehrenamtlichen Patenschaften wurden im Vorjahr vermittelt.

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