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Im Mai 2016 bezogen: die Asylbewerberunterkunft in der Fürstenrieder Straße in Planegg. Das Interesse der Bürger bei einem Besichtigungstermin im Vorfeld war groß.

Probleme mit Belüftung

„Feel home“-Flüchtlingshäuser: Schimmel in den Bädern

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    Sebastian Schuch
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Dusche, Waschbecken und Toilette – mehr Platz bieten die kleinen Bäder der „Feel Home“- Flüchtlingsunterkünfte nicht. Fenster fehlen. Mit der Belüftung gibt es Probleme. Nach Schimmelbefall wurde bereits in Gräfelfing und Planegg saniert.

Planegg/GräfelfingDie „Feel Home“-Häuser bieten Flüchtlingen abseits von Container-Siedlungen oder Traglufthallen ein eigenes Dach über dem Kopf. 34 Häuser hat der Landkreis München insgesamt in verschiedenen Gemeinden für jeweils zehn Jahre angemietet. „Feel Home“ ist ein Projekt des Starnberger Unternehmens Ehret & Klein.

Alle Häuser in Holzbauweise sind gleich aufgebaut: Im Erdgeschoss und im ersten Stock befinden sich je zwei Wohnungen. Jede Wohnung besteht aus je zwei Schlafzimmern à vier Betten, zwei Bädern und einem gemeinsamen Aufenthaltsraum samt Kochzeile und Waschmaschine. Rund 16 000 Euro pro Monat zahlt der Landkreis pro Haus an Miete. In Planegg war ein Wasserschaden im vergangenen Herbst verantwortlich für Schimmelbildung im Bad. Die Duschen in zwei Bädern seien nicht richtig abgedichtet gewesen, sagt der Planegger Ordnungsamtsleiter Martin Götz. Der Schaden sei inzwischen behoben. In Gräfelfing mussten ebenfalls bereits Bäder saniert werden. In den „Feel Home“-Häusern sind, wohl durch eine „intensive und gegebenenfalls unsachgemäße Nutzung“, so Christina Walzner, Pressesprecherin des Landratsamts München, die Nasszellen offensichtlich anfällig für Schimmel.

Diverse Unterkünfte im Landkreis werden gerade oder sollen demnächst saniert werden. Die Kosten trägt komplett die „Feel Home“-Gesellschaft. Angaben darüber, wie hoch sie sind, macht Geschäftsführer Stefan Benz nicht. Er sagt: „Dass Schimmel in den Bädern ein spezielles Thema sein soll, ist uns nicht bekannt. Aufgrund der nutzungsbedingten hohen Luftfeuchtigkeit in den Bädern ergreifen wir aber Maßnahmen, um die Wohnqualität zu verbessern.“ Die Bewohner hätten die Belüftung offenbar unerlaubterweise ausgestellt. Das habe eine Mischung aus teils hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit zur Folge. Deshalb würden die bestehenden Unterkünfte mit einer aktiven Belüftung, beispielsweise in Kombination mit dem Lichtschalter, nachgerüstet. Das soll künftig eine zu hohe Luftfeuchtigkeit verhindern. Von einem Baumangel in den maximal zwei Jahre alten Häusern wollen weder Landratsamt noch Benz sprechen. Die bisherigen Erfahrungen mit den Bädern würden aber für Neubauten berücksichtigt. In Häusern, die in Oberschleißheim geplant sind, wird es deswegen von Beginn an eine aktive Belüftung geben.

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