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Um kranke Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, kümmert sich im Würmtal die Fieberfee.

Betreuung kranker Kinder

Die Fieberfee braucht Hilfe

Sie umsorgen kranke Kinder, wenn die Eltern dringend zur Arbeit müssen – die Fieberfeen. Um nicht selbst in Not zu geraten, braucht der Würmtaler Verein dringend neue Helferinnen.

Würmtal – Diese Situation kennen wohl viele Eltern: das Kind liegt mit Halsweh im Bett, während man selbst dringend in die Arbeit muss. Seit genau zwei Jahren hilft in solchen Fällen ein Griff zum Telefon. Die Würmtaler Organisation „Fieberfee“ vermittelt erfahrene Helferinnen, die das kranke Kind zu Hause betreuen, während die Eltern beruhigt ihrem Beruf nachgehen können.

Doch um auch weiterhin Familien in Not helfen zu können, braucht der Verein dringend Unterstützung. „Vier Betreuerinnen sind auf Dauer zu wenig“, sagt Cornelia Herrmann. Sie hat das Projekt, das von der Würmtal-Insel und der Gautinger Insel unterstützt und vom Stockdorfer Eltern-Kind-Programm getragen wird, ins Leben gerufen. Nachdem sie in den Ruhestand gegangen war, wollte die Würmtalerin ein Ehrenamt ausüben. Dabei kam ihr, in Anlehnung an das Münchner Angebot „Zu Hause gesund werden“, die Idee zur „Fieberfee“. Vor allem Familien, die erst vor Kurzem ins Würmtal gezogen sind und sich noch kein Netzwerk aufgebaut haben, würden von diesem Angebot profitieren.

Und dennoch hätten viele Anrufer zunächst Bedenken, ihr krankes Kind einer fremden Person anzuvertrauen. Zweifel, die spätestens dann ausgeräumt werden, wenn Kind und Betreuerin auf Anhieb harmonieren. „Wenn ein Kind sieht, wie die Mutter dem Besuch die Küche zeigt, spürt es das Vertrauen“, weiß Cornelia Herrmann.

Die Helferinnen überzeugen aber nicht nur durch ihre Fürsorge, sondern auch durch ihre Flexibilität. Innerhalb kürzester Zeit organisiert Herrmann eine Betreuerin, deren eigene Termine dann erst mal in den Hintergrund rücken. Dieses Engagement hat sich mittlerweile herumgesprochen. So sind die Fieberfeen im Durchschnitt zweimal pro Woche im Einsatz. Die Eltern zahlen direkt an die Betreuerinnen 5,50 Euro pro Stunde sowie eine Fahrtkostenpauschale. Für Koordinatorin Cornelia Herrmann hingegen sind die glücklichen Gesichter der Familien Lohn genug. „Die Eltern sind uns so dankbar. Das ist einfach ein schönes Gefühl.“

Fieberfee werden

Wer sich vorstellen könnte, in Zukunft selbst als Fieberfee im Einsatz zu sein, erreicht Koordinatorin Cornelia Herrmann unter Telefon 0162-600 19 85 oder per Mail an fieberfee@ekp.de. Nähere Informationen zur Fieberfee gibt es im Internet unter www.ekp.de.

Karin Priehler

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