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Bewusster Umgang mit Lebensmitteln: Pfarrer Johannes von Bonhorst genießt während der Fastenzeit im Planegger Bräustüberl einen Fitness-Salat.

Wie Geistliche ihre Verzichtpläne umgesetzt haben

Kein Honig, kein Bier, kein Fernsehen in der Fastenzeit

Würmtal - Es ist soweit: Das Ende der Fastenzeit ist erreicht.  Die katholischen Geistlichen im Würmtal haben versucht, sich nicht in Versuchung führen zu lassen. Nicht in allem waren sie erfolgreich.

Zum Frühstück isst Jürgen Rintelen, Pfarrer von St. Johannes Evangelist in Lochham täglich gerne ein Honigbrot. Für die Fastenzeit hat er auf diesen Genuss verzichtet. Erfolgreich. „Den Honig habe ich durch Pflaumenmus ersetzt, als kleines Zeichen“, sagt er. Sonst seien seine Mahlzeiten immer recht einfach, „da war nicht mehr viel einzuschränken“, erklärt der 85-Jährige.

Auch der Prior von Maria Eich, Pater Matthäus Klein, versucht, sich für die Fastenzeit nicht viel vorzunehmen, um leichter durchzuhalten. „Ich habe dieses Jahr versucht, weniger fernzusehen“, sagt er. Er wolle sich nicht berieseln lassen und das sei ihm gelungen. „Manchmal bleibt man abends dann so sitzen“, sagt er. Also habe er sehr darauf geachtet, dies zu vermeiden. Und er meint, diese Disziplin auch beibehalten zu können. „Ich glaube, das ist ein gutes Einüben, das ganze Jahr über kritischer hinzuschauen.“ Informationssendungen habe er angeschaut und hin und wieder die Serie „Um Himmels Willen“, um zu sehen, was dort über das Ordensleben vermittelt werde. „Eine Schwester, die alle Probleme löst, dass ist in der Wirklichkeit nicht so.“

Neben dem Versuch, sich nicht vom Fernsehen in Versuchung führen zu lassen, hatte der Pater noch ein weiteres Ziel. Der Prior sagt, er habe sich vorgenommen, mehr Sport zu treiben. Was dieses Fastenvorhaben betreffe, müsse er allerdings eingestehen, dass er nicht erfolgreich gewesen sei. Das sei nur ein paar Wochen gut gegangen. Bereits im November habe er sich gemeinsam mit einem Mitbruder im Fitnessstudio angemeldet. Dieses habe er während der Fastenzeit endlich zwei Mal wöchentlich nutzen wollen. Jedoch Fehlanzeige. Der Versuchung, den Sport doch hin und wieder ausfallen zulassen, habe er nicht widerstehen können. Eigentlich sei seine Devise ja auch, den Fokus immer bewusst auf eine Sache zu legen und sich nicht ganz viel vorzunehmen, so der Prior.

Pfarrer Johannes von Bonhorst vom Pfarrverband im Würmtal scheint hingegen all seine Vorhaben erfolgreich umgesetzt zu haben. Er habe kein Bier getrunken, der bewusste Umgang mit Nahrung sei immer im Fokus gestanden, und auch die Vertiefung des geistigen Lebens sei ihm gelungen. Wie berichtet, hatte er sich als Übung auferlegt, bewusst das Gebet intensiver zu pflegen und sich mit geistlicher Literatur zu beschäftigen. Vor allem was den bewussten Umgang mit Lebensmitteln anbelangt, hoffe er nun, dass das ein Leben lang hält.

vs

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