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Durch eine umfassende Beratung versucht Uschi Hofmann, Geschäftsführerin der Gautinger Parfümerie Flair, Kundenwünsche möglichst genau herauszufinden und auf diese Weise die Umtausch-Quote niedrig zu halten.  

Immer weniger Umtausch-Aktionen

Der Trend geht zum Gutschein

Würmtal – Nach Weihnachten beginnt in vielen Geschäften die Zeit des großen Umtausches. Nicht so im Würmtal. Dort haben die Einzelhändler bereits im Vorfeld versucht, die Zahl der Rückgaben zu minimieren.

 „Bei uns ist die Umtauschquote sehr gering“, sagt Jens Toepel, Inhaber des Planegger Bekleidungsgeschäftes Halleluja. Das liege vor allem an der sorgfältigen Beratung. So würden die Mitarbeiter versuchen, durch gezieltes Nachfragen den individuellen Geschmack des Beschenkten zu treffen und Fehlkäufe zu vermeiden.

Dennoch könne es immer wieder vorkommen, dass der Artikel nicht passt oder beim Beschenkten nicht gut ankommt. In den meisten Fällen würden sich die Kunden dann schon beim Umtausch einen Ersatz aussuchen. Wegen des gerade stattfindenden Umbaus hatten die Kunden heuer nur vier Tage Zeit, Ware zurückzugeben.

Die Geschenkgutscheine hingegen können auch deutlich später eingelöst werden. „Diese Variante ist bei unseren Kunden sehr beliebt und wird das ganze Jahr über nachgefragt“, so Toepel. Hin und wieder erlebt der Geschäftsführer auch unangenehme Überraschungen. So habe einmal ein Kunde eine getragene Hose umtauschen wollen mit der Begründung, dass diese nach sieben Jahren Abnutzungserscheinungen habe. „Manche Leute sind richtig uneinsichtig und werden in so einer Situation auch noch unfreundlich.“

Auch in der Gräfelfinger Buchhandlung Pollner haben Mitarbeiter die Erfahrung gemacht, dass Kunden ihre Ware auf unlauterem Weg zurückgeben wollen. „Manche wollen Bücher umtauschen, die sie gar nicht bei uns gekauft haben“, berichtet Thomas Zondler. Eine Rückgabe sei in der Regel nur möglich, wenn Kunden einen Kaufbeleg dabeihätten oder der Artikel mit einem Aufkleber der Buchhandlung gekennzeichnet sei. Dann haben Kunden die Wahl, ob sie sich einen anderen Artikel aussuchen, einen Gutschein erwerben oder das Geld erstattet bekommen wollen. „Der Trend geht ohnehin zum Geschenkgutschein, damit sich die Beschenkten selbst etwas aussuchen können“, so Zondler. Der Vorteil sei, dass Gutscheine nicht verfallen. Während manche wenige Tage nach Weihnachten in der Buchhandlung vorbeischauen, kämen andere erst nach Jahren, um den Gutschein einzulösen.

Auch in der Planegger Dorfgalerie entscheiden sich zahlreiche Kunden für einen Gutschein. Die anderen vertrauen auf die Beratung der Mitarbeiter. „Der Vorteil ist, dass wir ein breites Angebot haben und alle Preislagen führen“, sagt Inhaberin Edith Sassen. Außerdem hätten viele Kunden ohnehin eine genaue Vorstellung. Aus diesem Grund würden auch nur wenige Leute Ware umtauschen. „Und wenn doch, dann liegt es zum Beispiel an einer falschen Größe“, so Sassen.

Verschwindend gering sei die Zahl der Rückgaben in der Gautinger Parfümerie Flair. sagt Mitarbeiterin Jutta Vogel. „Wir legen großen Wert darauf, die Kunden bei der Wahl ihres Geschenkes möglichst gut zu beraten.“. Sie bemerkt, dass sich Kunden mit der Einlösung von Gutscheinen Zeit lassen. Vogel: „Manche überlegen erst mal, was sie überhaupt brauchen, bevor sie sich einen Artikel aussuchen.“ 

Karin Priehler

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