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Ärgerlich und gefährlich: Wenn Schlaglöcher so tief sind wie in der Steinkirchner Straße in Gräfelfing, können sie auch bei niedriger Geschwindigkeit problematisch für Autoreifen sein.

Reparaturen beginnen

Schlaglöcher nach kaltem Winter

Würmtal – Die frostigen Temperaturen haben die Straßen im Würmtal teils stark beschädigt. Noch haben die Reparaturen nicht überall vollständig begonnen.

Der Winter hat den Straßen im Würmtal stark zugesetzt. Während manche Gemeinden schon jetzt alle Schlaglöcher beseitigt haben, lassen sich andere noch Zeit.

Die Mitarbeiter des Gräfelfinger Betriebshofes haben ganze Arbeit geleistet. Schon jetzt haben sie alle größeren Schäden, die der Winter angerichtet hat, repariert. „Dieses Jahr gab es bei uns viele Schlaglöcher“, sagt Helmut Degen, Leiter des Betriebshofes. Vor allem der starke Frost im Januar habe bereits beschädigte Stellen gesprengt.

Fünf Tonnen Heißasphalt haben die Mitarbeiter bereits verarbeitet. Und das innerhalb von vier Tagen. Bereits zuvor hatten sie immer wieder Schlaglöcher mit Kaltasphalt provisorisch geschlossen. Der Heißasphalt, der jetzt zum Einsatz kam, stammt aus Garching. „Zum Glück haben wir ein Thermofass, damit der Asphalt während der Fahrt nicht auskühlt“, so Degen.

In Krailling sind die Arbeiten noch in vollem Gange. Oberste Priorität hat derzeit die Reparatur größerer Schlaglöcher. „Sie sind vor allem für Radfahrer gefährlich“, sagt Bauamtsleiter Helmut Mayer. Größere Schäden in der Waldstraße sind bereits behoben worden. Und auch an anderen Stellen mussten die Arbeiter bereits Maßnahmen ergreifen. So wurden in der Bergstraße einzelne Löcher provisorisch verschlossen.

Als nächstes beseitigt die Gemeinde Krailling Frostaufbrüche in der Bergstraße und der Margaretenstraße. Die Pentenrieder Straße ist nicht betroffen, dafür sind es einige kleinere Nebenstraßen. Wie groß der Gesamtschaden ist, kann Helmut Mayer noch nicht abschätzen. „Dafür braucht es umfassende Straßenkontrollen.“

Die Gemeinde Planegg hat bereits in den vergangenen Wochen akute Gefahrenstellen provisorisch behoben. Während es für Arbeiten mit Heißasphalt nicht nur frostfrei sein, sondern mindestens fünf Grad haben muss, kommt Kaltasphalt auch im Winter zum Einsatz. Dieser bricht allerdings bei Temperaturschwankungen aus, weshalb er früher oder später durch Heißasphalt ersetzt werden muss. In Planegg beginnen diese Arbeiten frühestens im April.

Laut Martina Dorn, die im Rathaus für den Straßenunterhalt zuständig ist, veranschlagt die Gemeinde pro Jahr maximal 10 000 Euro für die Reparaturarbeiten. Heuer sind unter anderem das Bahnhofsrondell sowie die Richard-Wagner-Straße betroffen. Dorn: „Obwohl es zwischenzeitlich ordentliche Minusgrade hatte, halten sich die Schäden bei uns in Grenzen.“

Eine Bestandsaufnahme der schweren Fälle steht in Neuried in dieser Woche an. „Jetzt ist der Frost raus. Kleine Schäden haben wir schon fortlaufend repariert“, berichtet Bauamts-Mitarbeiter Matthias Breuer. Er ist zuversichtlich, dass sich auch in Neuried größere Beschädigungen in Grenzen halten.

Karin Priehler

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