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Sonnige Ferien: Spontanurlauber erhalten in Würmtaler Reisebüros vor allem noch Angebote für Griechenland und seine Inseln.

Last-Minute-Reisen

Zeit der Schnäppchen ist vorbei

Zahlreiche Würmtaler dürften in diesen Tagen ihre Koffer packen und voller Vorfreude in den Sommerurlaub starten. Schnäppchen für Kurzentschlossene gibt es kaum.

Würmtal – „Die wirklich schönen Angebote sind schon lange weg“, sagt eine Mitarbeiterin des TUI-Reise-Centers in Neuried. Wer spontan nach Italien oder Spanien wolle, habe derzeit Pech. Lediglich für Griechenland und die Türkei gebe es noch Restplätze. Für viele Kunden komme das Land am Bosporus zunächst nicht in Frage. „Wenn sie aber die Preise der anderen Reiseziele sehen, wirkt die Türkei plötzlich doch sehr attraktiv“, so die Mitarbeiterin.

Die Kunden des Planegger Reisebüros SWS schließen die Türkei derzeit als Reiseziel aus. „Wir haben keine einzige Buchung“, berichtet Inhaber Holger Voigt. Mit Bedenken bezüglich der Sicherheit habe das nichts zu tun. Die Entscheidung sei eher als Boykott gegenüber Staatspräsident Erdogan zu verstehen.

Immer mehr Kunden würden Reiseziele wie Skandinavien, Großbritannien oder Korsika für sich entdecken. Auch Klassiker wie Italien oder Spanien erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Spontanurlauber, die auf günstige Restposten hoffen, muss Holger Voigt enttäuschen. „Last-Minute wird oft mit Schnäppchen in Verbindung gebracht“, so der Inhaber von SWS. Diese Zeiten seien lange vorbei. Stattdessen müssten auch Kurzentschlossene mit ganz normalen Preisen rechnen.

Das bestätigt auch Andrea Mölder, Inhaberin von Fantasia Reisedienst in Gauting. So kämen Frühbucher mittlerweile deutlich günstiger weg als Spontanurlauber. Trotzdem würden sich derzeit einige Kunden mit ihr in Verbindung setzen, um kurzfristig eine Reise für Mitte beziehungsweise Ende August zu buchen. Zumal die Auswahl nach wie vor vielfältig sei. „Wir haben unter anderem Andalusien, Griechenland, Mallorca oder die Kanaren im Angebot“, so Mölder.

Für die Türkei seien bislang keine Buchungen eingegangen. Auch wenn es vielen Kunden um die Geschäfte und Hotels vor Ort leid täte. Der Gedanke, Präsident Erdogan in irgendeiner Weise zu unterstützen, schrecke viele Kunden ab. Dafür erfreut sich Ägypten wieder großer Beliebtheit. Trotz der „Teilreisewarnung“, die das Auswärtige Amt ausgesprochen hat. Passend dazu verzeichnet Andrea Mölder seit geraumer Zeit einen regelrechten Ansturm auf Kreuzfahrten. „Für Spontanurlauber ist das aber nicht geeignet“, sagt die Inhaberin des Reisebüros.

Karin Priehler

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