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Tüten über Tüten: Petra Schaber (li.) und ihr Helferteam vom Würmtal-Tisch sieht sich heuer nicht in der Lage, die mit der Aktion „Ein Päckchen mehr“ verbundene „große Kraftanstrengung“ zu bewältigen. 

Würmtal-Tisch beendet vorläufig Weihnachtsaktion für Bedürftige

Kein Päckchen mehr

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Der Würmtal-Tisch beendet vorläufig seine langjährige Weihnachts-Aktion „Ein Päckchen mehr“. Zwar gab es mehr als genug Spender, der Aufwand für die Helfer wird aber größer. Und bei manchen der Beschenkten sorgte die Aktion sogar für Enttäuschung.

Würmtal – Am Morgen eines Adventssamstages baten in den vergangenen Jahren Helfer des Würmtal-Tisches stets die Kunden einiger Würmtaler Lebensmittelgeschäfte, zusätzlich zu ihren Besorgungen einen oder mehrere Artikel dazu zu kaufen und an den Würmtal-Tisch zu spenden. Die so zusammengekommenen Artikel wurden von der Mannschaft des Würmtal-Tisch in Tüten gepackt und in der Woche vor Weihnachten an Bedürftige verteilt.

An Spenden habe es dabei nie gemangelt, ganz im Gegenteil, sagt Petra Schaber vom Würmtal-Tisch. „Wir haben aber festgestellt, dass wir inzwischen am Würmtal-Tisch eine solch große Kundenzahl haben, dass wir trotz allen Bemühens nicht für jeden eine möglichst gleich gefüllte Tüte packen können.“ So war dann in einer Tüte mal ein großes Stück Speck mit drin, in der anderen nicht, dafür eine Packung Mehl. Durch diese teils fehlende Ausgewogenheit entstand „manchmal sogar eine gewisse Unzufriedenheit bei den Kunden“, berichtet Schaber. Manche Bedürftige hätten gefragt, warum sie nicht das bekommen hätten, was bei dem anderen in der Tüte war. Schaber: „Wenn ich aber etwa 80 Tüten mit gespendeten Sachen packe, ist es auch bei größter Gründlichkeit praktisch nicht schaffbar, alle genau gleich hinzubekommen.“ Dazu sei gekommen, „dass die Fülle des reichen Angebots zugleich auch den Wunsch nach noch mehr bei unseren Kunden auslöste“, erzählt Schaber. „Das, meinen wir, muss aber nicht jedes Jahr in gleicher Weise geschehen.“ Es sei zudem stets sehr schwer zu kalkulieren gewesen, wie viele Tüten in diesem Jahr gebraucht werden, da stets unterschiedlich viele Leute kämen.

Über 30 Helfer waren stets mit dem Einsammeln der Spenden, dem Fahren der Waren zur Ausgabestelle beim TSV Gräfelfing sowie dem Sortieren und Packen der Tüten beschäftigt. „Auch wir werden aber älter, ich kann nicht zu einer über 80-jährigen Dame sagen, jetzt mach mal schneller“, sagt Schaber. Die Vorweihnachtszeit sei heuer recht kurz, da der 1. Advent erst am Sonntag, 3. Dezember, ist. So wäre dann neben den privaten Weihnachts-Vorbereitungen, die jeder der Helfer für sich machen müsse, kaum Zeit für die „große Kraftanstrengung“ geblieben, „die wir dieses Jahr in dem Umfang gerade in der Woche vor Weihnachten nicht schaffen können“, so Schaber. Ob es die Aktion im kommenden Jahr wieder geben wird, steht noch nicht fest.

Bei der letzten Ausgabe vor Weihnachten am Mittwoch, 20. Dezember, erhalten alle Bedürftigen mit einer entsprechenden Karte des Würmtal-Tisches laut Schaber aber ein „schönes, großes Geschenk aus dem Nonfood-Bereich, das wir mit einer Spende des Neurieder Wirtschafts-Clubs finanzieren“. Pfarrer Bernd Reichert von der Evangelischen Pfarrgemeinde Gräfelfings sowie einige Blasmusiker werden ebenfalls bei der Weihnachtsfeier parallel zur Ausgabe anwesend sein. Würmtaler Bürger, die bisher bei der „Ein Päckchen mehr“-Aktion mitgemacht haben, können als Alternative jeden Mittwochmorgen von 8.30 bis 12 Uhr Warenspenden bei der Abgabestelle vorbei bringen. Geldspenden können auf das Konto des Würmtal-Tisches (IBAN: DE 1702501500010823292) bei der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg überwiesen werden. Insgesamt sei die Zahl der Hilfesuchenden beim Würmtal-Tisch „stabil“, sagt Schaber. 2015 und 2016 sei die Zahl durch die ankommenden Flüchtlinge eine Zeit lang angestiegen, seitdem aber in etwa gleichbleibend.

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