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„Überwiegend Nordmanntannen“ zieht auch Christbaumverkäufer Harry Bittner ins Netz. Er hat seinen Stand seit Jahren im Pe.Es.-Biergarten in Planegg. 

Würmtaler Trends beim Christbaumkauf

Kein Weihnachten ohne Nordmanntanne

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Knapp zwei Wochen vor Weihnachten herrscht bei den Würmtaler Christbaum-Verkäufern Hochsaison. An den Ständen gibt es der Nachfrage entsprechend nur noch oder fast nur noch Nordmanntannen. Die Preise sind die gleichen geblieben.

Würmtal – „Zu 95 Prozent Nordmanntannen“ bietet das Neurieder Gartencenter Pflanzen Ries an, ausschließlich Nordmanntannen Markus Walters in der Gräfelfinger Finkenstraße/Bussardstraße, „überwiegend Nordmanntannen“ Harry Bittner im Garten des Planegger Pe.Es.Kottmeier. Denn diese Bäume würden inzwischen von den Würmtalern ganz überwiegend nachgefragt „und halten auch länger“, sagt Markus Walters. Nur selten suchten die Christbaumkäufer nach Blaufichten oder Kiefern.

Unterschiedlich sind hingegen die Baumgrößen, die die Würmtaler kaufen: Von ganz kleinen Bäumen ab 60 Zentimetern, die bei Pflanzen Ries beliebt sind, bis zu fünf Meter hohen Bäumen etwa bei Harry Bittner „für Firmen, Kirchen oder Schulen“, so Bittner, sind die Wünsche höchst unterschiedlich.

Während die Kunden fast alle anderen Artikel inzwischen gerne online kaufen, ist Internet-Shopping bei Christbäumen noch so gut wie kein Thema. „Die Leute wollen den konkreten Baum sehen, bevor sie ihn kaufen, das wäre online ja nicht möglich“, sagt Harry Bittner. Lediglich bei der Münchner Hauptverkaufsstelle an der Theresienwiese des Händlers, für den Markus Walters arbeitet, ist eine Online-Bestellung über Fleurop möglich. In Gräfelfing noch nicht. Für viele Familien sei es auch eine langjährige Weihnachtstradition, gemeinsam einen Baum zu kaufen. Nur selten kommt es zu Familien-Dramen beim Aussuchen des Baums oder Begebenheiten wie jene mit einer Dame bei Pflanzen Ries, die kurze Zeit nach einem Baumkauf diesen wieder zurückbrachte und umtauschen wollte. Ihrem Mann hatte er nicht gefallen, und zu Hause war nun schlechte Stimmung.

Aus dem Bayerischen Wald kommen die Bäume von Harry Bittner, aus der Region zwischen Dreiländereck und Aschaffenburg die von Pflanzen Ries, aus Dänemark die von Markus Walters. Viele Kunden fragen nach der Herkunft. „Das wäre mir auch selbst wichtig bei einem Christbaumkauf, denn von der Herkunft hängt ja auch etwa ab, ob sie frisch geschlagen sind oder länger bei einem Zwischenhändler zwischengelagert wurden“, sagt Gärtnermeister Ulrich Schieche von Pflanzen Ries.

Das neue Siegel der bayerischen Staatsregierung „Geprüfte Qualität – Bayern“, das dieses Jahr für Bäume aus Bayern eingeführt wurde, ist allen Christbaumverkäufern noch unbekannt. Neben der Herkunft aus Bayern ist für den Siegel-Erhalt das Hauptkriterium, dass die Bäume wenigstens sechs Jahre vor dem Schlagen gepflanzt sein müssen. Doch diese Wachstumszeit brauchen ohnehin die meisten Bäume. „Um 1,40 Meter, 1,50 Meter und größer zu werden, braucht etwa eine Nordmanntanne mehr als sechs Jahre“, sagt Harry Bittner.

Die Preise der Christbäume sind dieses Jahr konstant. Bei Pflanzen Ries kosten zum Beispiel Bäume der Premium-Qualität in der Größe von 2,50 Meter rund 35 Euro, die zweite Wahl am Stand vor dem Center 19,99 Euro inklusive einem 5-Euro-Gutschein für das Geschäft. „Da merkt man dann auch die unterschiedliche Kundschaft – den einen ist der Baum nicht so wichtig und es geht vor allem um den Preis, die anderen haben höhere Ansprüche etwa zu der Optik“, sagt Ulrich Schieche.

Neben den Preisen und der Herkunft fragen viele Würmtaler besonders nach der Frische der Bäume. Damit diese auch bis zum Heiligabend gewährleistet ist, empfiehlt Markus Walters „den Baum verpackt im Freien zu lagern, ein Eimer Wasser zusätzlich kann nicht schaden.“ „Es ist unglaublich, was die Bäume am Anfang an Wasser ziehen, da ist Nachgießen empfehlenswert, später zieht der Baum über die Nadeln Feuchtigkeit“, sagt Ulrich Schieche. Alle nicht verkauften Bäume werden etwa bei Pflanzen Ries in die eigene Baumschule gegeben oder fachgerecht gehäckselt.

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