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Im Juli informierte die Firma Glück die Bürger mit einer eigenen Veranstaltung über das Vorhaben.

Martinsrieder Feld

Kiesabbau ab Februar

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Dem Kiesabbau im Martinsrieder Feld steht nichts mehr im Weg. Eine Klage gegen die Genehmigung des Landratsamtes wurde zurückgezogen.

Gräfelfing/Planegg – Im November möchte die Bernhard Glück Kies-Sand-Hartsteinsplitt GmbH damit beginnen, auf der 5,84 Hektar großen Fläche den Humus abzuschieben, um alles für den Kiesabbau vorzubereiten. „Richtig starten werden wir im Februar“, sagt Geschäftsführer Markus Wahl. Die Firma Glück will rund zwei Jahre lang Kies abbauen. Drei Jahre hat sie maximal Zeit. Drei weitere Jahre bleiben ihr für Rekultivierungsmaßnahmen.

Die Abbaufläche liegt größtenteils auf Gräfelfinger Gemarkung, in Blickweite der Martinsrieder Wohnbebauung. Seit 1960 besteht dort eine unbefristete Erlaubnis zur Nassauskiesung. Die Firma Glück beantragte 2016 jedoch eine Trockenauskiesung. Das Landratsamt sah dies von der Genehmigung gedeckt. Die Gemeinde Planegg verzichtete schließlich darauf, auf ein abgrabungsrechtliches Verfahren zu bestehen, und bemühte sich stattdessen, bestimmte Bedingungen wie die enge zeitliche Befristung durchzusetzen. Auf Wunsch der Gemeinde informierte Glück die Bürger Mitte Juli im Rahmen einer Informationsveranstaltung auf dem Firmengelände über das Projekt, bei dem 700 000 Kubikmeter Kies mittels Radlader abgebaut und über ein oberirdisches Förderband ins benachbarte Kieswerk transportiert werden sollen.

Der Änderungsbescheid des Landratsamtes zur wasserrechtlichen Erlaubnis umfasst 35 Seiten und enthält viele Auflagen. Verfüllmaterialien sind detailliert festgelegt, nur ein Drittel darf aus mineralischem Bauschutt beziehungsweise vorsortiertem, gereinigten Gleisschotter bestehen. Der Änderungsbescheid wurde zwei Wochen lang öffentlich ausgelegt. Vonseiten der Planegger Bevölkerung gingen keine Einwände ein. Ein Gräfelfinger Nachbar jedoch reichte Klage gegen den Änderungsbescheid des Landratsamtes ein. In der Mitte August angesetzten Gerichtsverhandlung wurde sie dann aber zurückgezogen.

Die Diskussionen ums Martinsrieder Feld nahm Planegg zum Anlass, einen Bericht über den Kiesabbau im Gemeindegebiet zusammenzustellen, inklusive gesetzlicher Bestimmungen und Historie. Er ist abrufbar unter www.planegg.de.

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