Würmtaler Energieparks profitieren vom Sonnenschein

Kraillinger Bauhof liefert 15 Prozent mehr Energie

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Temperaturen von bis zu 39,5 Grad, dutzende Tage Sonnenschein, insgesamt von Anfang Juni bis Ende August die zweithöchsten Durchschnittstemperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland 1881: Der Sommer 2018 war ein Rekordsommer. Auch die Bürgersolaranlagen des Würmtaler Energieparks haben 2018 bisher mehr Energie geliefert als im Vorjahr – allerdings meist nur um etwa zwei bis drei Prozent.

Würmtal – „Wir alle beurteilen immer einen Sommer danach, wie lange wir kurze Hosen tragen und draußen sitzen konnten“, sagt Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel (SPD), für den Energiepark verantwortlich. „Tatsächlich war es Anfang des Jahres und im Frühjahr, gerade im Februar, sehr mau mit der Sonne, das Gleiche gilt für die Herbstmonate“, so Zipfel. Fast alle der zehn Bürger-Anlagen brachten daher in diesem Jahr bisher nur rund zwei bis drei Prozent mehr Energie. Die Anlage auf der Sparkasse in Gauting zum Beispiel etwa 18 700 Kilowattstunden statt 18 000 unter genormten Bedingungen. Ähnliche Zunahmezahlen gelten für die anderen Anlagen des Energieparks etwa auf dem Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium, dem Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium und der Neurieder Grundschule.

Lediglich die Fotovoltaik-Anlage am Kraillinger Bauhof nahm deutlich an Leistung zu. „Das ist schon immer unsere deutlich stärkste Anlage, denn sie ist ganz nach Süden ausgerichtet und bekommt so am meisten Sonne ab, unsere anderen Solaranlagen sind sowohl nach Süden als auch anderen Himmelsrichtungen ausgerichtet“, sagt Zipfel. Die Anlage am Kraillinger Bauhof erreichte heuer eine Leistung von etwa 68 000 Kilowattstunden statt 58 000 unter Normbedingungen – eine Zunahme von mehr als 15 Prozent.

Im Rahmen des Würmtaler Energieparks sind zehn Bürger-Solar-Anlagen im Würmtal in Betrieb und speisen dezentralen Strom ins öffentliche Netz. Die Anlagen sind finanziert von Würmtaler Bürgern, bei vier Anlagen sind zudem noch gemeindliche Schulanlagen integriert. Es gibt Vorbereitungen für weitere Anlagen in Planegg und Gräfelfing.    

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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