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Anja Fanslau, Vorsitzende des Kulturforums Planegg, muss bei den geplanten Veranstaltungen künftig auf Abstand achten und locker bestuhlen. Maximal 114 Besucher dürfen in den Saal.

Kupferhaus

Kulturprogramm trotz Corona

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Nach den gesetzlichen Lockerungen für Veranstaltungen wird sich auch die Situation im Planegger Kupferhaus und dem Gräfelfinger Bürgerhaus im Herbst etwas normalisieren. Im Kupferhaus finden wohl 21 von 28 geplanten Veranstaltungen statt.

Planegg/Gräfelfing – In den vergangenen Wochen hat das Team des Kulturforums Planegg basierend auf den aktuellen Regelungen ein Nutzungskonzept für das Kupferhaus entwickelt und jede kommende Veranstaltung angeschaut. Ergebnis: Von 28 ursprünglich geplanten Terminen können mit 21 wohl ein Großteil stattfinden. „Wir mussten lediglich einige Konzerte wie das der Funtasten und der Capella Nova absagen, wo 40 Akkordeonspieler beziehungsweise ein Chor auf der Bühne gewesen wäre, was natürlich nicht geht“, sagt Kulturforum-Leiterin Anja Fanslau.

Der Auftritt des Kabarettisten Joseph Hader Mitte Oktober wurde bereits vor einiger Zeit abgeblasen, da der Agentur der coronabedingte Starttermin des Vorverkaufs im Juli zu spät war. Die Kabarett-Aboreihe des Kupferhauses setzt insgesamt für eine Spielzeit aus. Auf Basis der aktuellen Vorgaben wären drei Veranstaltungen hintereinander nötig, um alle Kabarett-Abonnenten bedienen zu können. „Und das geht an einem Donnerstagabend nicht, da viele Kabarett-Zuschauer berufstätig sind“ – und so eine Veranstaltung um 17 oder 22 Uhr kaum besuchen können, sagt Anja Fanslau.

Viele andere Veranstaltungen wie die Theater– und Konzertreihe finden aber statt. Das Kulturforum plant, an den Theater- und Konzertabenden je zwei Vorstellungen hintereinander anzubieten, um so mehr Besucher unterbringen zu können. Dies ist möglich, da die Termine stets am Wochenende sind. Auch ein Streaming-Angebot ist im Gespräch.

Maximal 114 Zuschauer im Kupferhaus 

Nach den gesetzlichen Regelungen im Freistaat Bayern dürfen bei Veranstaltungen drinnen derzeit 100 Besucher anwesend sein. „Selbst wenn dies weiter gelockert wird, können wir aufgrund der Abstandsregelungen maximal 114 Besucher unterbringen. Wir gehen davon aus, dass die Abstandsregeln auch im Herbst in Kraft bleiben“, sagt Fanslau – und daher die Besucherzahlen auch dann nicht größer sein können. Durch die Coronakrise fielen heuer ein Viertel der Kupferhaus-Veranstaltungen aus. „Dadurch haben wir natürlich wesentlich weniger Einnahmen“, sagt Anja Fanslau. Diese gleichen sich aber durch ausfallende oder geringere Gagen der Künstler teilweise aus.

Der Veranstaltungsbetrieb im Gräfelfinger Bürgerhaus wird nach derzeitigem Kenntnisstand „ab September oder Oktober wohl relativ normal sein“, sagt Jan Konarski. Der Bürgerhaus-Leiter ist in Kontakt mit allen Veranstaltern, die – zum Beispiel bei Konzerten – aber meist noch abwarten, weshalb Konarski derzeit kaum konkrete Termine veröffentlichen kann. Fest steht aber: Große Märkte oder das Straßenfest können in gewohnter Form wohl nicht stattfinden. Jan Konarski hat eine Befragung unter Gräfelfinger Geschäftsleuten in die Wege geleitet, ob sie an einem Straßenfest in anderer Form Interesse hätten. Ein solches könnte aber nur „in wesentlich kleinerem Rahmen stattfinden, etwa dass die Geschäfte vormittags offenbleiben, auf den Straßen viel Platz für die Besucher ist und es nur ein gewisses Maß an Attraktionen gibt.“ Auch dafür bedürfe es dann aber noch einer Rechtsgrundlage. Ob Veranstaltungen wie Konzerte stattfinden, wird nach und nach entschieden.

Derzeit nur kleinere Veranstaltungen im Bürgerhaus

Zur Zeit gibt es im Bürgerhaus einige kleinere Veranstaltungen wie Tangokurse oder Treffen von Vereinen. Konarski setzt natürlich alle gängigen Corona-Hygieneregeln wie das Abstandhalten um. Auch gibt es Kontaktformulare für alle Besucher von Veranstaltungen und eine spezielle Wegführung durch das Bürgerhaus.

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