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Auch Josef Hrasky und Eva Wunderlich vom Café Vorort haben einen Lieferservice auf die Beine gestellt. 

Corona-Pandemie

Lokal einkaufen in Krisenzeiten

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Angesichts der Corona-Pandemie beschreiten Händler neue Wege, um Kunden zu gewinnen. 

Würmtal – Spaghetti-Eis online und Modeberatung per Telefon: Die Planegger Einzelhändler und Gastronomen bemühen sich nach Kräften, mit individuellen Angeboten die Corona-Krise zu überstehen. Auf der Homepage der Gemeinde, planegg.de, sind seit dieser Woche unter dem Titel „Jetzt lokal einkaufen“ die Angebote aufgelistet, vom Liefer- und Abholservice bis zum Online-Shop. Die Idee dazu hatte Planeggs Wirtschaftsreferentin Bärbel Zeller. „Wenn man solidarisch sein möchte, muss man wissen, was die Geschäfte anbieten“, sagt sie.

Einkaufsangebote auf der Gemeinde-Homepage

Am vergangenen Donnerstag begann Zeller mit der Organisation, übers Wochenende legten die Programmierer eine Nachtschicht ein und seit Montag werden die Informationen täglich aktualisiert. „Vor allem die Einzelhändler liegen uns am Herzen“, sagt Zeller. Auf einer Karte ist jeder Betrieb, der mitmacht, mit einem roten Fähnchen markiert. Wer darauf klickt, erfährt etwa, dass das Eiscafé Tiziano verschiedene Eisbecher und Tiramisu zwischen 11 und 20 Uhr auf Bestellung nach Hause liefert. Oder dass Herrenmode Boniberger auf Wunsch eine Auswahl seines Sortiments vorbeibringt, damit der Kunde zu Hause auswählen und kaufen kann.

Auch die Bäckerei und Konditorei Vorort mit Filiale in Martinsried ist vertreten. Seit dem Wochenende bietet die Bäckerfamilie Hrasky auf ihrer Homepage einen Online-Shop, wo man immer für den nächsten Vormittag die Lieferung von Brezen, Semmeln, Brot, aber auch Himbeersahneschnitte und Ciabatta Tomate Mozzarella bestellen kann.

Neuer Instagram-Account

„Wer auf der Karte noch fehlt, kann mir umgehend Bescheid geben“, sagt Zeller. Eine formlose E-Mail reiche (zeller@planegg.de). Eintragungen ließen sich jederzeit ändern. „Das ist eine sehr dynamische Plattform.“ Sehr gut laufe auch der neue Instagram-Account „Unser Würmtal“, der am ersten Tag bereits 800 Abonnenten gewonnen habe. „Die performen wirklich gut“, sagt Zeller über die Macher. Sie empfehle den Geschäften, auch dort mitzumachen.

Während die Wirtschaftsreferentin auf der einen Seite bemüht ist, das Angebot der Einzelhändler und Gastronomen bekannt zu machen, versorgt sie andererseits ihre Klientel mit Informationen. „Mir ist ganz wichtig, dass alle auf dem gleichen Wissensstand sind.“ So schicke sie jedem einen Link zu den Sofortmaßnahmen des Freistaates. Zeller: „Das ist kein Darlehen, sondern ein Zuschuss – also bar aufs Konto. Wer das bekommt, kann die Miete bezahlen und seine Mitarbeiter bei Laune halten.“ Darum gehe es erst einmal bei den kleinen und mittleren Unternehmen.  

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