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Würmtaler Geistliche bei einem Vorgespräch zur Veranstaltungsreihe (v.li.): Pfarrer Walter Ziermann (Friedenskirche Gräfelfing), Pfarrer Bernhard Liess (Waldkirche Planegg), Bruder Christian Rentsch (Kloster Maria Eich) und Pfarrer Thomas Krusche (Apostelkirche Stockdorf). Beteiligt sind auch die Kirchengemeinden St. Elisabeth (Planegg) und Christuskirche (Gauting).

500 Jahre Reformation: Veranstaltungsreihe der Kirchen

Das Luther-Jahr 2017 im Würmtal

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Würmtal - 500 Jahre Reformation können evangelische und katholische Christen entspannt gemeinsam feiern. Das machen die Kirchen im Würmtal mit einem bunten, betont ökumenischen Veranstaltungskalender zum Luther-Jahr 2017 exemplarisch vor.

Ende Oktober sind es 500 Jahre, seit Martin Luther seine reformatorischen Thesen veröffentlichte. Das bundesweite Luther-Jahr findet auch im Würmtal seinen Niederschlag – auf denkbar brüderliche Weise. Knapp 30 Veranstaltungen bieten die Christen zwischen Gräfelfing und Gauting bis Oktober an, von theologischen Vorträgen über Diskussionsabende und Kirchenkonzerte bis hin zum Kabarett – vieles davon konfessionsübergreifend.

Ein Paradebeispiel ist die Beteiligung der Augustiner-Mönche von Maria Eich, deren Orden auch der Mönch Luther einst angehörte. „Inzwischen sind wir mit unserem Bruder Martin ziemlich glücklich“, sagt Bruder Christian, der dem kleinen Konvent angehört. „Ohne Martin Luther ist auch die katholische Kirche nicht mehr vorstellbar.“

Auch die Protestanten wollen beim Jubiläum das Verbindende betonen, nicht das Trennende von früher. „Wir wollen uns mit Luther nicht verstecken, aber auch nicht auf die reformatorische Pauke hauen“, sagt Pfarrer Bernhard Liess von der Waldkirche.

Überhaupt gehe es nicht um ein Feiern als Selbstzweck, sondern um weiterreichende Fragen, ausgehend von Luther: „Wo entwickeln wir uns als Kirche hin, wie verändert Kirche sich?“

Der Veranstaltungskalender soll möglichst viele Menschen ansprechen, daher die Themenvielfalt. Ex-Landesbischof Johannes Friedrich stellt die neue Lutherbibel vor. Luthers Ethik in theologischer Sicht wird eine Rolle spielen, ebenso ihre Entsprechung im Wirtschaftsleben: „Evangelisches Unternehmertum und ethisches Handeln“ lautet der Titel eines Podiumsgesprächs mit Merkur-Herausgeber Dr. Dirk Ippen.

Ein ökumenischer Familiengottesdienst mit gemeinsamem Sommerfest auf dem Planegger Marktplatz soll die Christen zusammenführen. Zu einem ökumenischen Agapemahl laden die Mönche von Maria Eich und die Waldkirche gemeinsam ein. In Maria Eich wird es unter anderem eine ökumenische Segensfeier für Paare geben, speziell für jene gemischter Konfession.

Über das Reformationsjubiläum als Chance und Herausforderung für die Ökumene sprechen die Münchner Ökumene-Professoren Bertram Stubenrauch (katholisch) und Jörg Lauster (evangelisch) bei einem Vortragsabend in St. Elisabeth. Ebenfalls im Pfarrsaal von St. Elisabeth tritt das Theologen-Kabarett „Die Pfarrermangel“ auf, zu dem auch Bernhard Liess gehört, mit seinem Programm „Ich glaub’s nicht“.

Den Abschluss des Veranstaltungsjahres bildet ein „Festgottesdienst 500 Jahre Reformation“ für alle evangelischen Gemeinden des Würmtals am Reformationstag (31. Oktober) in der Waldkirche. Er wird ein anspruchsvolles musikalisches Programm bieten, an dem sich unter Leitung von Sabine Herrmann mehrere Chöre, ein Bläser- und ein Streicher-Ensemble beteiligen.

Der gesamte Veranstaltungskalender findet sich im Internet auf den Seiten der Kirchengemeinden und auf einem Flyer, der ab sofort in den Kirchen ausliegt.

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