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Ihre Fahrzeugflotten haben die Würmtal-Gemeinden längst von Winter aus Sommer umgerüstet. Jetzt haben sie Bilanz gezogen

Betriebshöfe ziehen Bilanz

Milder Winter schont Gemeindefinanzen

Der Steuerzahler darf sich freuen. Der Winter war so mild, dass die Kassen der Kommunen geschont wurden. Dennoch brachte der Winterdienst im Würmtal heuer beachtliche Mengen Salz aus: über 1000 Tonnen.

Würmtal – Kalt war der Winter; viel Schnee hat er nicht gebracht. Während die Würmtaler sich heuer mit warmer Winterkleidung eindeckten, sparten die Kommunen bares Geld. „Viel haben wir nicht verbraucht“, sagt der Leiter des Gräfelfinger Baubetriebshofes, Helmut Degen. 864 Einsatzstunden bilanziert der Gräfelfinger Winterdienst. 180 Tonnen Salz und rund 30 Tonnen Splitt brachten die Mitarbeiter bis 15. März aus. Dann endete die Einsatzbereitschaft. Der Winter selbst habe sich aber auf drei Wochen im Januar beschränkt, meint Degen.

Manfred Wolf, der Leiter des Planegger Betriebshofs, kann einen guten Winter anhand der Einsatztage bestimmen. Was ein guter Winter für Wintersportfreunde ist, kann kein guter für die Kommune sein, das wird schnell klar. 20 Einsatztage verbucht Wolf für den diesjährigen Winter, im Jahr zuvor seien es 21 Tage gewesen. Beides waren milde Winter. 2012/2013 durften sich die Rodler und Skifahrer mehr freuen. Da habe er 47 Einsatztage verbucht, die Jahre davor seien es 41 und 43 gewesen. „Für den Steuerzahler hat der 20er-Winter die bessere Auswirkung“, sagt er. Der Salzverbrauch beläuft sich in Planegg heuer auf 207, der Splittverbrauch auf 150 Tonnen, die Zahl der Einsatzstunden auf 1848. Das ist in allem etwas mehr als im vergangenen Jahr. Aber wie Manfred Wolfs Kollege Degen erklärt: „Letztes Jahr ist der Winter fast ausgefallen.“

Etwas mehr als im vergangenen Jahr spricht also immer noch für einen milden Winter. Und so sagt Ricarda Polz, Sprecherin der Gemeinde Gauting: „Wir hatten einen unterdurchschnittlichen Verbrauch.“ Gauting habe 19 Lastwagenlieferungen Salz erhalten und 480,42 Tonnen verbraucht. Sie berichtet von 30 Einsatztagen, einem Personaleinsatz von 2005 Stunden und einem Fahrzeugeinsatz von 1524 Stunden.

Bernd Schneider, Leiter des Neurieder Bauhofs, freut sich über den milden Winter: „Es war ja praktisch nur im Januar Schnee.“ Bis zum Ende der Winterbereitschaft am 31. März seien in Neuried 80 bis 100 Tonnen Salz und 60 bis 70 Tonnen Splitt ausgebracht worden. „Jetzt sind die Lager komplett voll.“ Der nächste Winter kann also kommen. Für Krailling hat die Gemeinde die Bilanz noch nicht bereitgestellt.

Victoria Strachwitz

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