Corona-Abitur an Würmtaler Gymnsien

Mindestens zehn glatte Einser

  • Victoria Strachwitz
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Das Corona-Abitur ist gut gelaufen. Zehn glatte Einser haben die Abiturienten im Würmtal heuer zustande gebracht – mindestens.

Würmtal – Homeschooling ist machbar, sagt die Direktorin des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums, Brigitte Schmid-Breining. Weder hätten ihre Abiturienten gejammert, noch hat sie jetzt Grund dazu. Stattdessen freut sie sich über das Ergebnis des diesjährigen Abiturs. „Die Schüler hatten keinen Nachteil durch Corona“, sagt auch Anita Groß, Leiterin des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums. „Sie hatten eine ordentliche Vorbereitungszeit“, meint sie. Auch wenn an ihrer Schule noch Ersatzprüfungen ausstünden und daher noch nicht alle Noten feststünden, kann sie bereits sagen: „Die obere Spitze ist dieses Jahr besser.“ Ein Drittel der Schüler habe eine Eins vor dem Komma, zwei hätten eine 1,0 erzielen können. Das habe im vergangenen Jahr keiner geschafft. Insgesamt sei das Abitur – nach aktuellem Stand –also ziemlich genauso ausgefallen wie im vergangenen Jahr.

Was das Planegger Gymnasium betrifft, ist der Durchschnitt des diesjährigen Abiturjahrgangs ebenfalls in etwa so wie immer, nämlich bei rund 2,3, berichtet Schmid-Breining. Zwei Abiturientinnen hätten eine glatte Eins. Im vergangenen Jahr habe sie 39 Schüler mit einer Eins vor dem Komma gehabt, erklärt die Direktorin. Heuer seien es 22 von 92. „Dafür ist die Mitte günstiger geworden.“

Am Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasium hatte mehr als die Hälfte der 108 Abiturienten eine Eins vor dem Komma, und das bereits vor den mündlichen Zusatzprüfungen. Gautings Direktorin Sylke Wischnewsky: „Die zusätzliche Lernzeit haben insbesondere die Fleißigen gut genutzt.“ Sechs Abiturienten erzielten eine glatte 1,0, womit die Schule im Schnitt der Vorjahre liegt. „Aber dabei wird es nicht bleiben“, sagt Wischnevsky. Wegen der Zusatz- und Ersatzprüfungen stehe die endgültige Zahl erst Ende der Woche fest.

Die Ersatzprüfungen hat am Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium – anders als an den anderen beiden Gymnasien – kein Schüler wahrgenommen. Das bedeutet nicht, dass es dort für alle gut lief. „Nicht alle haben das Abitur bestanden“, sagt Schmid-Breining. Aber auch das sei wie sonst. Lediglich das Feiern wird heuer anders sein als in den vergangenen Jahren. „Da tun mir die Schüler leid“, sagt Planeggs Direktorin. Immerhin sei es nicht so schlimm gekommen, wie sie zunächst befürchtet habe. Die Zeugnisse müssten nicht mit der Post verschickt werden. Am Freitag, 17. Juli, wird es eine Verleihung geben. „Die ist fast so wie immer, bloß ohne Handschlag und ohne Überreichen.“ Statt im Kupferhaus, wo am 17. Juli Tonaufnahmen stattfinden, werden die Zeugnisse heuer in der Turnhalle verliehen. Eltern seien keine dabei, weil die Schüler gerne gemeinsam verabschiedet werden wollten – und dann gibt es keinen Platz mehr für die Eltern (siehe Kasten unten). Abitur in Zeiten einer Pandemie ist also machbar, feiern eher weniger.

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