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Familie Pöschl mit Assistenzhund Bonny: Das Planegger Ehepaar und Tochter Lena (14) werden bald ihren geliebten Golden Retriever verlieren. Der fünfjährige Hund ist schwer krank und muss eingeschläfert werden.

Assistenzhund wird eingeschläfert

MS-Patient verliert seinen treuen Helfer Bonny

Bonny war das Beste, was dem Diabetiker und MS-Patienten Peter Pöschl passieren konnte. Doch jetzt muss der Assistenzhund eingeschläfert werden. Ein Planegger will helfen.

Planegg – Bonny kann ihrem Herrchen die Schuhe ausziehen, sie kann Geldstücke aufheben, den Knopf vom Aufzug drücken und viele weitere Hilfeleistungen vollbringen. Doch das Wichtigste: „Sie macht hartnäckig darauf aufmerksam, wenn sie merkt, dass die Zuckerwerte meines Mannes nicht stimmen“, sagt die Planeggerin Monika Pöschl. Ihr Mann Peter ist Diabetiker und MS-krank. Bonny ist sein Assistenzhund. Das Problem: Jetzt ist auch Bonny schwer krank. Der fröhliche Golden Retriever hat nicht mehr lange zu leben.

Vor etwas über zwei Jahren hatte unsere Zeitung mitgeholfen, 20 000 Euro an Spenden aufzutreiben, damit Bonny Peter Pöschl fortan unterstützen konnte. „Seit Bonny da ist, arbeite ich wieder ein bisschen und schlafe in der Nacht“, sagt Monika Pöschl. Bonny helfe ihrem Mann, besser mit Schmerzen umzugehen, und bewahre ihn davor, ins Koma zu fallen. „Sie hat ihm schon das Leben gerettet.“ Außerdem genießt Peter Pöschl mit ihrer Hilfe eine Unabhängigkeit, die er vorher schon nicht mehr kannte, weil seine Frau ihn ständig fragte, ob alles in Ordnung sei. Auf Bonny kann sie sich verlassen, das beruhigt die ganze Familie.

Detlef Steinert will der Familie Pöschl dabei helfen, sich wieder einen Assistenzhund anzuschaffen. Er hofft, dass viele es ihm gleichtun und spenden.

Peter Pöschl führt seinen Hund gerne aus. Dabei lernte er auch den Planegger Detlef Steinert kennen. Nicht alle Hunde verstehen sich, wenn sie sich beim Spazierengehen begegnen. Bei Ronja und Bonny ist das anders. Die beiden Golden Retriever mögen sich. „Sie sind sich sympathisch“, sagt Steinert. Er ist Ronjas Herrchen. Dass Pöschl seine Bonny wegen eines bösartigen Nasentumors verlieren soll, lässt ihn nicht los. Pöschl und seine Familie verlieren mehr als ein Familienmitglied. „Bonny ist eine Droge ohne Nebenwirkungen“, beschreibt Monika Pöschl die Rolle, die der fröhliche Golden Retriever in ihrer Familie spielt. „Der Herr Pöschl braucht sicherlich einen neuen Hund, auch um die Familie zu entlasten“, meint Steinert. „Der Mann ist mit dem Hund aufgeblüht.“

Monika Pöschl ist es unangenehm, dass sie erst vor zwei Jahren so viel Geld für einen Hund gesammelt hat, der jetzt sterben wird. „Bonny ist ein Riesengeschenk“, sagt sie. „Sie wird für immer einen Platz in unseren Herzen haben.“ Sie sei nicht zu ersetzen. Doch sie sieht auch, dass es für ihren Mann wichtig ist, dass Bonny einen Nachfolger bekommt. „Mein Mann wird in ein riesiges Loch fallen“, sagt sie. Ein Hund würde ihn ablenken und über den Verlust von Bonny hinwegtrösten. „Mein Mann darf keine Zeit haben, nachzudenken. Mit einem Welpen wird er noch mal herausgefordert“, meint sie.

Und so laufen schweren Herzens die Planungen, wie es nach Bonnys Tod weitergehen soll. Das Problem: „Wir brauchen wieder Spenden.“ Ein Welpe sei zwar günstiger als damals Bonny –insbesondere, weil Peter Pöschl einen Teil der Ausbildung selbst übernehmen will. Aber das hänge doch stark von seinem Gesundheitszustand ab, meint seine Frau. Steinert jedenfalls will Pöschls eine Perspektive geben und für Bonnys Nachfolger spenden. Vielleicht tobt seine Ronja auch mit Pöschls Welpen gerne über die Wiesen. Wie dem auch sei, Steinert findet: „Man muss dort helfen, wo es einem selber begegnet.“

Spendenkonto:

Wer den Pöschls helfen möchte, einen neuen Assistenzhund zu bekommen, kann das über den Förderverein Martinsrieder Christkindlmarkt e.V. Kreissparkasse München-Starnberg, IBAN: DE52 7025 0150 0260 442 173, BIC: BYLADEM1KMS oder über den Verein Assistenz- und Servicehunde in Bayern e.V. tun; GLS Bank, IBAN: DE41 4306 0967 8217 5452 00, BIC: GENODEM1GLS. Bitte in beiden Fällen unbedingt angeben: „Zweckgebunden für Pöschl“.

Victoria Strachwitz

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