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38 Einbrüche zählte die Planegger Polizeiinspektion im Jahr 2017 zwischen Gräfelfing und Stockdorf.  

Kriminalstatistik für Würmtal-Gemeinden

Nur in Krailling nehmen Straftaten zu

Die Zahl der Straftaten im Würmtal geht zurück. Sie ist von 1381 im Jahr 2016 auf 1247 im Jahr 2017 gesunken. Fast alle Gemeinden verbuchten einen Rückgang. Nur in Krailling haben die Delikte zugenommen.

Würmtal – Das Würmtal gehört weiterhin zu den sichersten Gebieten rund um München. Das geht aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2017 hervor, die das Polizeipräsidium auf Merkur-Anfrage für die Polizeiinspektion 46 (PI 46) in Planegg bekannt gegeben hat. Die PI 46 ist zuständig für die Gemeinden Planegg, Gräfelfing, Neuried sowie für den Gautinger Ortsteil Stockdorf und den Großteil der Gemeinde Krailling.

2017 wurden im Würmtal mit 1247 Straftaten rund zehn Prozent weniger begangen als im Jahr zuvor. In absoluten Zahlen sind das 134 Delikte weniger als 2016 und 18 weniger als 2015.

Den Planegger Polizisten gelang es zudem zum zweiten Mal in Folge, ihre Aufklärungsquote zu verbessern. Diese lag im Jahr 2016 bei rund 52 Prozent. 2017 waren es 55 Prozent, was eine Steigerung um drei Prozent bedeutet. Damit setzt sich ein Trend fort: Auch von 2015 auf 2016 hatte sich die Aufklärungsquote um drei Prozent erhöht.

Ein weiterer wichtiger Indikator für die Sicherheit ist die Häufigkeitszahl. Sie gibt Auskunft darüber, wie hoch die Kriminalitätsbelastung je 100 000 Einwohner ist, sprich, wie viele Straftaten pro 100 000 Einwohner begangen werden. Und auch in diesem Bereich zeigt sich, dass das Würmtal ein überdurchschnittlich sicheres Pflaster ist. Auf 100 000 Einwohner kommen 2837 Delikte. Damit liegt man 17 Prozent unter dem Landkreisdurchschnitt von 3411 Straftaten je 100 000 Einwohnern.

Was die Art der Vergehen anbelangt, verzeichnete die PI 46 eine Straftat gegen das Leben. Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt die Zahl für 2017 höher als im Vorjahr. In diesen Bereich fallen etwa Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Missbrauch. 2016 waren es 14 Vergehen, im vergangenen Jahr hingegen 19. Vergleichen ließen sich die beiden Zahlen allerdings nicht, erklärte Sven Müller, Sprecher der Münchner Polizei. Wegen einer Novellierung des Strafgesetzbuches fällt nun auch sexuelle Belästigung hierunter, was zuvor als Beleidigung gewertet worden war. Von einer deutlichen Steigerung könne man also nicht sprechen, da sich schlichtweg die Berechnungsgrundlage geändert habe, so Polizeisprecher Müller.

Im Würmtal kam es im vergangenen Jahr zu 239 Sachbeschädigungen, Wohnungseinbrüche gab es 38. Die Zahl der Rauschgiftdelikte stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15 Prozent von 102 auf 117. In den meisten Fällen handelte es sich um Cannabis-Delikte. Diebstähle wurden 372 gemeldet, Körperverletzungsdelikte gab es 148.

Was die einzelnen Gemeinden anbelangt, lässt sich fast überall ein Rückgang der Straftaten vermelden. So wurden 2017 in Planegg 410 Straftaten gemeldet (2016: 429), was eine Abnahme von 4,4 Prozent bedeutet. In Gräfelfing gab es im vergangenen Jahr 467 gemeldete Straftaten (2016: 499), also einen Rückgang um 5,8 Prozent. Für Neuried und Stockdorf konnte Polizeisprecher Müller sogar einen Rückgang um jeweils 28 Prozent vermelden. Dies sei aber auf die ohnehin geringe Deliktzahl zurückzuführen: 2016 hatte die Polizei für Neuried insgesamt 229 Straftaten aufgenommen, vergangenes Jahr waren es 165. In Stockdorf ist die absolute Zahl der Straftaten mit 61 am niedrigsten (2016: 88). Ein leichter Anstieg wurde jedoch für Krailling vermeldet. Hier nahm die Zahl der Straftaten von 136 im Jahr 2016 auf auf 144 im Jahr 2017 zu.

Verkehrsunfälle ereigneten sich vergangenes Jahr 1068, davon 112 mit Personenschaden und 260 mit Fahrerflucht. Insgesamt wurden hierbei 117 Menschen verletzt. Tote gab es bei keinem der Unfälle.

Katja Brenner

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