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Das Feodor-Lynen-Gymnasium, hier bei einer Benefizaktion, ist in die Jahre gekommen. Und mit ihm das Hausmeisterhaus.

“Kann schon bedenklich werden“

Weil keine Zuschüsse fließen? Hausmeister muss im Winter bei Minusgraden ausharren

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Zum ersten Mal in den 40 Jahren seit Eröffnung des Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG) in Planegg steht auch die Sanierung des Hausmeisterhauses auf dem Programm.

Würmtal– Der Zweckverband, dessen Mitglieder die Gemeinden Planegg, Neuried und Krailling sowie der Landkreis München sind, geizt in der Regel nicht, wenn es um Erhaltungsmaßnahmen fürs FLG geht. Allein für die Fortsetzung der Elektrosanierung sind im kommenden Jahr 350.000 Euro vorgesehen, für die Erneuerung der Außenbeleuchtung sind es 60.000 Euro. Die Verbandsversammlung verabschiedete jetzt einstimmig den Haushalt.

Bei all den Maßnahmen der vergangenen Jahrzehnte blieb stets das Hausmeisterhaus außen vor. Hauptgrund dürfte sein, dass die Wohnung des Hausmeisters nicht förderfähig ist, also keine Zuschüsse vom Freistaat fließen. In den vergangenen Jahren, so Christin Hafer, Geschäftsführerin des Zweckverbandes, sei der Heizkessel ausgetauscht worden, nicht aber die Heizkörper. Dadurch sei es nicht möglich, die Wärme gleichmäßig zu verteilen und dadurch Kosten zu sparen. Der Hausmeister habe versucht, nachträglich abzudichten, allerdings mit mäßigem Erfolg. „Im Flur gibt es eine Stelle in der Nähe der Haustür, wo es im Winter im Innenbereich Minusgrade gibt“, so Hafer. Das sei seit drei Jahren bekannt.

Diplom-Ingenieur: „Kann schon bedenklich werden“

Hafer sprach jedoch von Verständigungsproblemen mit dem Landratsamt. Grund dafür war, dass der Landkreis München eine energetische Begutachtung des Schulhauses samt Hausmeisterhaus in Auftrag gegeben hatte. Inzwischen habe man sich darauf verständigt, das Haus mit einer Wärmebildkamera zu untersuchen. 

Diplom-Ingenieur Jürgen Gollwitzer stattete dem Haus vor Beginn der Verbandssitzung einen Besuch mit Kamera ab. „Wir sind noch im Winteranfangsbereich. Trotzdem herrschen innen Temperaturen von neun oder elf Grad. Das darf nicht sein“, berichtete er. Verantwortlich sei vermutlich eine fehlende Dämmung oder Abdichtung. Gollwitzer will bei Minusgraden nochmals mit Wärmebildkamera vorbeischauen: „Das kann schon bedenklich werden.“

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