Grausiger Fund in Tirol: Stark verweste Leiche eines deutschen Wanderers entdeckt

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Lärm an der Würm

Polizei und Gemeinden ziehen Bilanz über nächtliche Ruhestörungen im Würmtal

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Sommer für Sommer prallen am Anger in Gräfelfing das Ruhebedürfnis der Anwohner und der Spaß derjenigen aufeinander, die baden, grillen und feiern. Eine erste Bilanz.

Gräfelfing/Planegg – Vor allem, wenn Gruppen auch nach Anbruch der Dunkelheit am Anger in Gräfelfing sitzen bleiben, kann es schon mal bis zu den frühen Morgenstunden dauern, bis Ruhe einkehrt. Obwohl die Ersten bereits im April die Grillsaison auf der Liegewiese am Würmufer in Gräfelfing eröffneten, registrieren heuer weder Polizei noch Bürgermeisterin Uta Wüst vermehrt Probleme.

„Dafür dass dieser Sommer recht lang ist, geht es ruhig zu“, so Wüsts Eindruck, die in den vergangenen Monaten gerade einmal zwei E-Mails von geplagten Anwohnern erhielt. Die Bürgermeisterin schaut nach eigener Aussage immer wieder selbst am Würmufer vorbei und spricht mit den Feiernden. „Das ist alles im Rahmen“, sagt sie.

Thomas Sorgalla, Leiter der Planegger Polizeiinspektion, bestätigt diese Einschätzung. „Wir als Polizei stellen im Endeffekt nur die objektive Ruhe her“, sagt er. Das entspreche nicht immer den Ansprüchen der Anwohner, doch handle es sich bei der Liegewiese um eine öffentliche Grünfläche. Sorgalla: „Man muss das im Sommer bis zu einem gewissen Grad aushalten.“ Seine Beamten fahren zum Anger, wenn sie gerufen werden, und prüfen im Einzelfall, ob eine Lärmbelästigung vorliegt. Zeigen sich die Betroffenen uneinsichtig und ein zweiter Besuch ist notwendig, werde ein Platzverweis ausgesprochen. Auch ohne konkreten Vorfall suche etwa der Jugendbeamte das Gespräch mit den Anger-Nutzern. Sorgalla: „In der überwiegenden Zahl der Fälle sind sie verständnisvoll.“

Während in Gräfelfing unverändert der Anger Brennpunkt ist, registriert man in der Planegger Gemeindeverwaltung eine gewisse Bewegung, allerdings auch keine Zunahme. „Heuer haben wir eher ein Problem am Feodor-Lynen-Gymnasium“, sagt Geschäftsführer Stefan Schaudig. Früher waren es das Wellenbad, das inzwischen von einem Sicherheitsdienst nachts abgesperrt wird, und eine Zeit lang der Marktplatz. Aktuell treffen sich laut Schaudig mehrere Gruppen am FLG. „Es sind vernünftige Gruppen dabei, die ihren Müll wegräumen, und weniger vernünftige, die nach einem gewissen Alkoholkonsum Unrat verteilen.“ Der Sicherheitsdienst sorge dafür, dass die Besucher gegen 22 Uhr die Sportanlagen am Gymnasium verlassen. Dann gehe es auf den öffentlichen Flächen weiter. Schaudig: „Das Problem werden wir in Ballungsräumen wie bei uns nicht lösen können.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Patrick Seeger

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