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Als ein Baum auf die Staatsstraße zwischen Planegg und Neuried fiel, löste das einen Auffahrunfall aus. Verletzt wurde niemand.

Orkantief

„Sabine“ fällt Bäume im Würmtal

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Das Orkantief „Sabine“ hat im Würmtal Bäume gefällt und zu  Verkehrsunfällen geführt.

Würmtal – Um kurz nach zehn Uhr stürzten an der Münchner Straße in Planegg zwei Bäume etwa zwei Meter voneinander entfernt auf die Fahrbahn, davon einer auf einen vorbeifahrenden Lkw. „Die Autos dahinter konnten nicht mehr bremsen und fuhren aufeinander, wodurch bei ihnen der Schaden wohl noch höher ist“, sagt der stellvertretende Feuerwehrkommandant Bernd Budau. Es gab keine Verletzten. An der Mathilden-/Ecke Hutfeldstraße schnitten die Planegger einen großen Ast ab, „damit die Windlast reduziert war und nichts passieren konnte“, erklärt Budau. Sonst gab es keine Vorfälle. „Planegg ist mit einem blauen Auge davongekommen.“ Die Feuerwehrler waren mit 15 sogar etwas schwächer als den sonst üblichen 20 Mann besetzt, da die Berufstätigen nicht aktiviert wurden.

In der Neurieder Fliederstraße fiel auf ein Privathaus zunächst ein Baum, dann einer auf die Garage des Grundstücks. Schließlich musste die Feuerwehr auch das Gerüst an dem Haus sichern. „Die dort stehenden Fichten sind Flachwurzler, die schneller umfallen als Tiefwurzler wie Laubbäume“, erklärt Feuerwehrkommandant Thorsten Rehkämper. An dem Dach und Gerüst entstand erheblicher Schaden. Auf die M4 zwischen Neuried und Gauting fielen zwei Bäume, in dessen Folge die Feuerwehrler drei weitere fällen mussten. An der Grundstraße brachen Teile eines Kamins ab. „Ansonsten hatten wir nur kleinere Einsätze wie ein Straßenschild sowie ein Trampolin, die auf die Straße geflogen waren“, erzählt Rehkämper. Es gab keine Verletzten. „Wir hatten Schlimmeres befürchtet“, so der Neurieder Kommandant.

Sieben sturmbedingte Einsätze hatte die Gräfelfinger Feuerwehr. Auf die Lochhamer Straße war ein Baum gefallen und musste entfernt werden. Ein Ast hatte sich in einer Stromleitung verfangen, war beim Eintreffen der Feuerwehr aber schon wieder auf dem Boden. Bei einem mit Holz beladenen Anhänger war die Plane davongeflogen. „Da der Anhänger direkt auf einer Autobahnbrücke stand, bestand die Gefahr, dass das Holz auf die Autobahn weht, wir sicherten den Anhänger deshalb“, erzählt Sprecher Thomas Hickel. Unter anderem auf den Neurieder Weg wurden größere Äste geweht. Bei keinem der Vorfälle entstand aber ein Schaden von mehr als 300 Euro. Es gab keine Verletzten. „Wenn, wie am Montag, ein großer Sturm angekündigt ist, fragen wir herum, wer von den Kameraden im Land und einsatzfähig ist, ansonsten gibt es keine größeren Vorkehrungen“, erzählt Thomas Hickel.

Rund ein halbes Dutzend mal rückte die Kraillinger Feuerwehr aus – ausschließlich wegen umgefallener Bäume. „Auf die Gautinger und die Germeringer Straße sowie einige Nebenstraßen waren Bäume gefallen. An der Germeringer Straße konnte der erste Pkw noch rechtzeitig vor dem Baum bremsen, das Auto dahinter nicht mehr und fuhr deshalb auf das erste auf“, berichtet Kommandant Marco Zickler. Die Germeringer Straße war etwa 15, die Gautinger Straße 30 Minuten gesperrt. Die Feuerwehrler hatten am Sonntag schon ihre Motorsägen überprüft. „So lange es keinen Alarm gibt, können wir unsere Leute aber nicht zwingen, morgens nicht zur Arbeit zu gehen“, sagt Zickler.

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