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Planegg präsentiert sich im Würmtal derzeit als Vorreiter in Sachen schnelles Internet.

Glasfaser setzt sich durch

Schnelles Internet: Würmtal gut aufgestellt

Mit schnellem Internet ist das Würmtal inzwischen gut versorgt. Planegg ist ganz vorne dabei. Andere Gemeinden versuchen, noch verbliebene Lücken zu schließen.

Würmtal– Das schnelle Internet kommt auf vielen Wegen ins Würmtal: Über Glasfaserkabel, aufgerüstete Fernsehkabel und Funk. Gemeinden und Kommunikationsunternehmen haben in den vergangenen Jahren einiges unternommen, um das Würmtal mit schnellem Internet zu versorgen. Und alle sind bemüht, auch noch die letzten Lücken zu schließen.

In Gräfelfing wird das noch dauern. „Momentan bekommt man in den Wohngebieten eine hohe Bandbreite, im Gewerbegebiet ist es nicht so gut“, sagt Sabine Strack von der Gemeinde. 30 Megabit/Sekunde (Mbit/s) seien im Gewerbegebiet die Regel. „Manche Unternehmen haben sich selber mit einem Glasfaserkabel ausgestattet.“ Die Gemeinde würde gerne etwas tun, um allen schnelleres Internet bieten zu können, doch derzeit sei das Internet mit 30 Mbit/s immer noch zu schnell, um für einen Ausbau Geld aus Förderprogrammen zu bekommen. Selbst bezahlen komme derzeit nicht in Frage. „Ich bin nicht ganz glücklich damit, aber der Leidensdruck ist nicht so groß, dass wir dringend handeln müssten“, sagt Strack. Sie hat die Hoffnung, dass die Gemeinde vielleicht in das nächste Förderprogramm von Bund oder Land passe, um den Gräfelfingern dann zu noch schnellerem Internet zu verhelfen.

Über die Gemeinde Planegg sagt Bärbel Zeller, im Rathaus verantwortlich für Wirtschaftsförderung: „Wir haben mittlerweile überall schnelles Internet.“ Die alten Kupferkabel der Telekom reichen für DSL. Aber „das ist heute nicht mehr Stand der Technik“, erklärt Andreas Löbe vom Planegger Bauamt. VDSL sei die schnellere Variante. „Und die steht in Planegg und Martinsried flächendeckend zur Verfügung.“ Das Problem sei nur, dass die Menschen es manchmal nicht wissen. „Man muss gezielt danach fragen und auch bereit sein, zu wechseln.“ Schnelles Internet für Unternehmen sei eine Frage der Wirtschaftsförderung, sagt er. Aus diesem Grund hat die Gemeinde das Gewerbegebiet in Steinkirchen vor zwei Jahren mit hohem finanziellen Aufwand mit Glasfaserkabel versorgt. Seitdem habe man keine Beschwerden mehr vonseiten der Unternehmen gehört.

In Gauting melden sich eher Privatleute als Gewerbetreibende, sagt Fabian Kühnel-Widmann von der Gemeinde. Er will heuer im Gautinger Westen beim Penny-Kreisel aktiv werden und sich Adressen in Unterbrunn anschauen. Auch Krailling plant für dieses Jahr, Glasfaserkabel verlegen zu lassen. „Für den Ortskern ist es gut, für die Randbezirke akzeptabel und für Pentenried und Frohnloh ist es sehr gut“, sagt der Geschäftsleiter der Gemeinde, Franz Wolfrum. Bauhof und Waldsanatorium sollen jetzt schnelles Internet bekommen.

Neuried hat fast überall 30 Mbit/s. Auch dort werde ein Ausbau auf 50 Mbit/s angestrebt, erklärt Bürgermeister Harald Zipfel. „Neuried muss nichts bezahlen“, sagt er froh, denn das übernehme die Telekom. Bleiben als Sorge nur die Anwesen entlang der Eichenstraße und eines kleinen Teils der Dr.-Rehm-Straße. Doch dort werde jetzt ein Funkmast aufgerüstet. Damit sei eine schnelle Verbindung über LTE möglich. „Das würde den Betrieben dort reichen“, sagt Zipfel.

Victoria Strachwitz

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