Ehrenamtliche Richter

Schöffenamt heiß begehrt

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Die Suche nach Schöffen ist in den Würmtal-Gemeinden auf enorme Resonanz gestoßen. In den Rathäusern stapeln sich die Bewerbungen um das Amt des Laienrichters.

Würmtal– An ehrenamtlichem Einsatz mangelt es im Würmtal nicht. In den Gemeinden werden gerade Schöffen gesucht. Und die Resonanz ist enorm. Die Gemeinderäte haben es damit schwer, denn sie treffen die Vorauswahl für das Starnberger Amtsgericht und das Münchner Landgericht. „Wir müssen dem Landgericht 13 Kandidaten melden und haben 31 Anmeldungen“, sagt die Sprecherin der Gemeinde Neuried, Inke Franzen. Gestern hat der dortige Gemeinderat bereits in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden, wessen Bewerbung dem Landgericht München weitergeleitet wird. Das Gericht wird dann bestimmen, wer die kommenden fünf Jahre als Laienrichter wirken darf. Die anderen Gemeinden sind noch nicht so weit.

Auch in den anderen Rathäusern stapeln sich die Bewerbungen. In Krailling sind beispielsweise deutlich mehr als üblich eingegangen. Die Gemeinde muss dem Starnberger Amtsgericht drei Kandidaten für das Laienrichteramt melden. In der Vergangenheit hätten sich immer fünf bis sechs Freiwillige beworben, erinnert sich Anette Friedrich vom Kraillinger Ordnungsamt. Heuer waren es 13. „Über zehn haben wir noch nie gehabt“, sagt sie überrascht. Die Bewerbungsfrist endete vergangene Woche. Im April soll der Kraillinger Gemeinderat dann die drei Kandidaten aus verschiedenen Bevölkerungsschichten und Berufsgruppen in nichtöffentlicher Sitzung auswählen.

Planegg benötigt 16 Schöffen und hat 22 Bewerbungen vorliegen. „Ich nehme auch keine mehr an“, sagt Ordnungsamtsleiter Martin Götz. „Wir sollten nicht recht viel darüber melden.“

In zwei Gemeinden im Würmtal ist dafür noch alles offen. In Gauting läuft die Bewerbungsfrist noch bis 30. März. Doch auch im dortigen Rathaus ist bereits reichlich Post eingegangen. Laut Sprecherin Ricarda Polz werden neun Kandidaten benötigt. „Aktuell haben wir 18.“ In Gräfelfing läuft die Frist ebenfalls noch. Dort ist erst am 5. April Schluss. Zuständig im Rathaus ist Petra Hierl-Schmitz. 21 Kandidaten braucht Gräfelfing. „Wir haben genau 21. Es würde also schon passen.“ Ein Mangel an Freiwilligen herrscht im Würmtal nicht, die Tätigkeit des Laienrichters scheint beliebt zu sein. „Ich glaube, es spricht sich herum, dass das ein ganz interessantes Ehrenamt ist“, meint Götz.  

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