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Das gemeinsame Singen, Musizieren und Beisammensein ist für Familie Markert aus Martinsried das Wichtigste an Weihnachten. Das Foto oben zeigt die Eltern Barbara und Matthias Markert mit (v.li.) Vera, Johannes, Cornelia und Sebastian (Dorothea fehlt).

Weihnachten in der Großfamilie

„Das Schönste ist das Miteinander“

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Strahlende Gesichter, glänzende Augen. Weihnachten ist ein Fest der Freude – aber es ist auch eine logistische Herausforderung. Wie meistert das eine Familie mit fünf Kindern?

Würmtal – Die Plätzchen sind gebacken, die Pastete ist gemacht. Das Programm für den Abend steht. Weihnachten kann kommen. Familie Markert aus Martinsried hat fünf Kinder, damit toppt sie die meisten Familien im Würmtal. Und Weihnachten in der Großfamilie toppt sicherlich die Herausforderung, die Weihnachten an jede Familie stellt. Doch Barbara Markert (50) wirkt nicht im Geringsten gestresst. Den Baum schmücken ihre Kinder Vera (19) und Sebastian (18) traditionell am Abend des 23. Dezember. Sie dekorieren ihn wundervoll mit Äpfeln, Strohsternen, Wachsfiguren und Kerzen, erzählt sie. Dann stellen sie die Krippe auf. Dorothea (14) und Cornelia (11) dürfen noch nicht schmücken. Das bedauern sie ein wenig. Doch ihre Aufgabe ist es, den kleinen Johannes (5) abzulenken. Und damit hat Barbara Markert die nötige Ruhe, das Essen vorzubereiten und Familienvater Matthias Markert (51) die Möglichkeit, da anzupacken, wo noch Hilfe benötigt wird.

Der Schlüssel zu Markerts Entspanntheit: Die Aufgaben sind klar verteilt. Jeder hilft mit. Damit zu Weihnachten alle auf ihre Kosten kommen, haben Barbara Markert und ihre Kinder im Advent etwa zehn Sorten Plätzchen gebacken. „Mein Mann sagt, wir sollten nicht so viele Arten machen, aber dann wünscht sich der eine das und der andere das und so kommt einiges zusammen“, sagt sie. Die ganze Familie freut sich aber nicht wegen der vielen Plätzchen auf Heiligabend – und auch nicht wegen der Geschenke. „Es ist nicht so, dass die Geschenke keine Freude machen, aber sie stehen an zweiter Stelle.“ Die Familie freut sich so darauf, weil dann einmal alle beisammen sind. Keiner ist an der Uni, in der Schule, beim Sport oder bei Freunden. „Man hat Zeit miteinander“, das ist für Barbara Markert das Wichtigste an Weihnachten.

An Heiligabend geht die Familie gemeinsam in die Kindermesse, isst gemeinsam und dann gibt es die große Bescherung. Ein Geschenk, wahrlich. Aber keines zum Auspacken. Dann nämlich kommt die Stunde, die der ganzen Familie am meisten am Herzen liegt. In dieser Stunde wird gesungen und musiziert, auf der Harfe, dem Klavier, dem Hackbrett und der Flöte gespielt, es werden Gedichte aufgesagt und die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Der Jüngste hat diese Zeit so gerne, dass er sie schon im Advent gelegentlich einforderte, erzählt Markert.

Gerade beim Singen zeigten sich die Vorzüge der Großfamilie. „Es ist leichter, wenn mehr Leute dabei sind. Da ist es egal, wie schief man singt“, meint Markert. Und weil das Singen im Kreis ihrer Familie so einen hohen Stellenwert hat, zappelt der kleine Johannes auch nicht ungeduldig um die Geschenke herum, bis er sie endlich auspacken darf. „Das Singen ist ihm einfach eminent wichtig“, sagt seine Mutter. Erst, wenn alle des Singens müde sind, gibt es die Geschenke zum Auspacken. Und da werden schon mal große Wünsche erfüllt. „Wir haben kein Skimaterial, weil es zu teuer ist. Wir sind nicht besonders reich“, sagt Markert. Aber in den vergangenen Jahren hätten die Großen per Leihski einen Skikurs bekommen. Ansonsten gebe es Bücher oder Sportgeräte. „Manchmal kriegen sie etwas zusammen, meistens bekommt jeder eine Kleinigkeit für sich.“

Barbara Markert findet: „Weihnachten soll kein schlimmes Konsumfest sein.“ Die schönste Bescherung für die Großfamilie ist das Miteinander, das Beisammensein. Und das gelingt, indem jeder mitmacht. Dann haben alle im Hause Markert an Heiligabend vor Freude strahlende Gesichter und glänzende Augen.

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