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Juniorwahl des Feodor-Lynen-Gymnasiums im Kupferhaus : Jessika Goldinger nimmt aus Händen von Leonhard Land ihre Wahlunterlagen entgegen, Franziska Lenz (r.) kontrolliert die Personalien.  

Simulierter Urnengang

Schüler wählen den Landtag

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Mehrere hundert Würmtaler Schüler haben in den letzten Tagen schon den neuen bayerischen Landtag gewählt – zumindest in einer Simulation.

Würmtal – Die 10. und 11. Jahrgangsstufe des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG), der 9. bis 12. Jahrgang des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium (KHG) und die 10. Klassen des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasium nahmen am Schulprojekt „Juniorwahl“ des bayerischen Kultusministeriums teil. Die Jugendlichen gaben in eigens eingerichteten Wahllokalen ihrer Schulen ganz wie bei der richtigen Wahl auf fast den gleichen Stimmzetteln ihre Erst- und Zweitstimmen ab. Die Jugendlichen sollen so das bayerische Wahlsystem kennenlernen und ihr Interesse für Politik gestärkt werden. Die Ergebnisse werden wie bei der echten Wahl aber erst am Sonntagabend veröffentlicht.

Rund 180 Schüler des FLG wählten so am Donnerstag in einem Raum des Kupferhauses. „Schüler der freiwilligen AG Politik und Zeitgeschichte bereiteten den Urnengang vor, im Unterricht sprachen die betreffenden Klassen und Kurse vorher über die Landtagswahl“, sagt Angelika Lawo, Fachbetreuerin für Geschichte und Sozialkunde am FLG. Eine Lehrerin nahm extra an einer entsprechenden Fortbildung des Ministeriums teil. Die meisten der wahlberechtigten Schüler kamen auch in das FLG-Wahllokal, „einige wenige gaben einen leeren Stimmzettel ab, richtige Pannen gab es keine“, sagt Benjamin Jakobs, Teilnehmer der AG. Die Arbeitsgemeinschaft des FLG nimmt auch sonst jedes Jahr an politischen Veranstaltungen wie einer Fahrt nach Berlin oder dem Gedenkzug zum „Todesmarsch von Dachau“ am Ende des Zweiten Weltkriegs teil.

Auch am KHG interessieren sich offensichtlich viele Schüler nach wie vor für Politik. „Obwohl die Teilnahme natürlich freiwillig war, gab es einen riesigen Andrang und vor dem Wahllokal richtige Warteschlangen“, sagt Sozialkunde-Lehrerin Julia Flury. Die zehnten Klassen hatten die Wahlsimulation vorbereitet, rund 450 Schüler waren „wahlberechtigt“. Die Stimmzettel bekam das KHG wie alle Schulen vom Kultusministerium zugeschickt. Es sind mit einigen Unterschieden, wie dem Fehlen der Berufsangabe der Kandidaten, die gleichen Zettel wie bei der echten Wahl.

Die Ergebnisse veröffentlichen alle drei Schulen erst, wenn die echte Landtagswahl vorbei ist. „Das ist eine Vorgabe des Kultusministeriums, damit Schüler der Oberstufe, die schon 18 sind, davon nicht beim richtigen Wählen beeinflusst werden“, sagt FLG-Lehrerin Angelika Lawo.

Im Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasien kommen am Montag, dem Tag nach der Wahl, in der zweiten Pause zwischen 11.15 und 11.30 Uhr alle zehnten Klassen zusammen, um zu erfahren, wie sie gewählt haben. Vorbereitet wurde die Teilnahme an der „Juniorwahl“ vom Wahlkurs „Politik und Zeitgeschehen“, an dem elf Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse teilnehmen.

Der Kurs gestaltete eine Wahlkabine, die in den vergangenen zwei Wochen in der kleinen Aula aufgebaut war. An Stellwänden ringsum war zu sehen, mit welchen Themen rund um die Landtagswahl sich die fünf zehnten Klassen beschäftigt hatten. „Das stößt auf reges Interesse. Immer wieder bleiben Schüler stehen und lesen sich das durch“, sagt Wahlkurs-Leiter Andreas Simon. Am Freitagmorgen wählte die letzte zehnte Klasse. Um 11.30 Uhr wurden die Urnen geöffnet, dann begann die Auszählung.

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