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Gegenseitige Gratulation: FDP-Direktkandidat Jimmy Schulz (links) erkennt den Sieg von Florian Hahn (CSU) an; der revanchiert sich mit anerkennenden Worten zum Abschneiden der Liberalen.

So wählte das Würmtal

Schwarzer Abend für die CSU

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Die Parteien der Großen Koalition haben bei der Bundestagswahl am Sonntag auch im Würmtal ein Debakel erlebt. Vor allem die CSU muss Verluste von bis zu zehn Prozent verdauen. Gewinner sind die kleinen Parteien, allen vorweg die FDP.

Würmtal– „Zufrieden kann man an diesem Abend nicht sein“, sagte Münchens Landrat Christoph Göbel (CSU). Und mit Blick auf die Landtagswahl im nächsten Jahr orakelte er: „Das wird für die CSU ein ganzes Stück Arbeit.“ Nicht nur im Freistaat, auch im Würmtal stürzten die Christsozialen ab. In Gräfelfing von 45,6 auf nur noch 36 Prozent, in Planegg von 44,7 auf 35,9 Prozent.

Wenig besser erging es der zweiten Berliner Koalitionärin, der SPD. In Gräfelfing, wo die Sozialdemokraten 2013 noch 17,6% geholt hatten, erreichten sie gestern gerade mal 11,2 Prozent. Und in ihrer Hochburg Planegg ging es von 21,6 auf 15,9% runter.

Dieser Abwärtssog riss auch die Direktkandidaten mit. Zwar setzte sich Florian Hahn (CSU) im Wahlkreis München-Land erneut souverän mit 43,5 % vor Bela Bach (SPD, 16,3%,) durch. Doch vor vier Jahren hatte Hahn noch 52,5% geholt und Bach 20,3.

Glücklich durfte sich schätzen, wer die letzten vier Jahre nicht an der Regierung beteiligt war. Die tollste Volte schlug die FDP. Nach ihrem desaströsen Abschneiden vor vier Jahren schnellten die Liberalen auch im Würmtal wieder nach oben: In Gräfelfing kamen sie mit 20,6 Prozent (2013: 13,7%) auf knapp doppelt so viele Stimmen wie die SPD. Und in Planegg ging es von mageren 8,6 Prozent in 2013 hoch auf 15,1 Prozent.

Auch die Grünen erfreuen sich neuer Stärke. In Gräfelfing stieg ihre Zustimmung auf 15,8 Prozent (11,3), und Direktkandidat Anton Hofreiter erhielt hier mit 16,2 Prozent mehr Stimmen als Bela Bach (15,2%). In Planegg steigerten die Grünen ihren Stimmanteil von 10,5 auf 13,3 Prozent.

Das neue Schreckgespenst der Etablierten, die AfD, materialisierte sich auch im Würmtal mit Stimmgewinnen. Ganze 9,6 Prozent der Planegger Wähler gaben ihre Stimme der AfD, und in Gräfelfing immerhin 7,4 Prozent.

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